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Elektromobilität Absatz der Plug-in-Hybride geht europaweit steil nach oben

Autor / Redakteur: dpa / Jens Scheiner

Plug-in-Hybride sind nicht nur in Deutschland wegen der hohen Förderung gefragt. Auch in anderen Ländern Europas erfreut sich der Mischantrieb großer Beliebtheit. Laut einem Marktbeobachter macht sich nun der frühere „strategische Mut“ für die Hersteller bezahlt.

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Plug-in-Hybride sind in Europa derzeit sehr gefragt.
Plug-in-Hybride sind in Europa derzeit sehr gefragt.
(Bild: Volvo)

Plug-in-Hybride sind in diesem Jahr in Europa der am schnellsten wachsende Typ Elektroauto. In den ersten drei Quartalen wurden in den fünf größten westeuropäischen Automärkten 146.000 Wagen mit Plug-in-Hybrid-Motor neu zugelassen, ein Plus von 316 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das hat die Unternehmensberatung „Strategy&“, die zur Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC gehört, in einer am Dienstag in München veröffentlichten Studie analysiert.

Die fünf größten westeuropäischen Automärkte sind Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien. In absoluten Zahlen lagen in den ersten drei Quartalen mit 386.000 verkauften Fahrzeugen die Hybride ohne Plug-in vorn, allerdings war die Wachstumsrate mit 97 Prozent viel geringer als bei den Plug-in-Fahrzeugen. Daneben wurden 179.000 rein elektrische Autos verkauft, ein Plus von 121 Prozent.

Absatz von Verbrennern im Krisenjahr geschrumpft

Der Absatz konventioneller Autos mit Verbrennungsmotor dagegen ist in diesem Krisenjahr geschrumpft. „Der strategische Mut derjenigen Hersteller und Zulieferer, die rechtzeitig und mit vollem Einsatz die Weichen für die Elektromobilität gestellt haben, zahlt sich im Krisenumfeld in Form von steigenden Volumen und Marktanteilen doppelt aus“, sagte PwC-Autoexperte Felix Kuhnert.

In Deutschland ist das Plus bei den Plug-in-Hybriden noch auffälliger: Allein im dritten Quartal gab es laut Studie einen Zuwachs von 466 Prozent auf über 56.000 verkaufte Fahrzeuge. Eine Ursache sind die Subventionen des Bundes – für Plug-in-Hybride und vollelektrische Fahrzeuge zahlt die öffentliche Hand einen vierstelligen Kaufzuschuss, für Hybride ohne Plug-in hingegen nicht. Insgesamt legte der Verkauf aller drei E-Bauarten um 168 Prozent im dritten Quartal auf fast 207.000 Fahrzeuge zu, ein Anstieg um 168 Prozent.

Global ist Europa damit laut PwC der am schnellsten wachsende Markt für E-Autos – zumindest, wenn man alle drei Bauarten insgesamt betrachtet.

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