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Elektronik Adasky und ST Microelectronics kooperieren

| Redakteur: Sven Prawitz

ST Microelectronics arbeitet mit dem Start-up Adasky zusammen. Ziel der Kooperation ist, die Ferninfrarot-Technik in den Automobilmarkt zu bringen.

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Der Halbleiterhersteller ST Microelectronics, im Bild die Hauptverwaltung in Genf, kooperiert mit Adasky.
Der Halbleiterhersteller ST Microelectronics, im Bild die Hauptverwaltung in Genf, kooperiert mit Adasky.
(Bild: ST Microelectronics )

ST Microelectronics (ST) und das israelische Start-up Adasky, arbeiten künftig zusammen. Gemeinsam wollen die Unternehmen die Ferninfrarot-Technik (FIR) in den Automobilmarkt bringen. Dabei kommen in der FIR-Wärmebildkamera von Adasky kundenspezifische Halbleiter zum Einsatz, die gemeinsam mit ST entwickelt und hergestellt werden. Die als „Viper“ bezeichnete komplette Sensing-Technologie von Adasky soll automatisierten Fahrzeugen eine weitere Informationsebene geben. Die passiver Infrarottechnik soll helfen, bei dynamischen Lichtbedingungen, bei direktem Sonnenlicht, im Licht entgegenkommender Scheinwerfer sowie bei rauem Wetter für eine präzise Sicht und Wahrnehmung zu sorgen.

Die neue Kamera nutzt ein FIR-Mikrobolometer, um die Temperatur eines Objekts zu detektieren. In einer ADAS-Lösung nutzt Viper proprietäre Algorithmen auf der Basis von Convolutional Neural Networks (CNNs) zum Klassifizieren von Hindernissen und zu Ihrer Darstellung auf dem Cockpit-Display als Frühwarnung für den Autofahrer. Diese Warnung soll mehrere Sekunden früher als mit einem konventionellen Sensor bei sichtbarer Wellenlänge erfolgen.

Viper wurde auf der Basis der proprietären 28 Nanometer-FD-SOI-Technologie von ST entwickelt und nutzt ST-IP, das in vollem Umfang für Automotive-Anwendungen qualifiziert ist. Prototypen werden derzeit von Autoherstellern erprobt, wobei ein Produktionsstart im Jahr 2020 anvisiert wird.

Über Adasky

Das Gründungsteam von Adasky besteht aus ehemaligen Fachleuten aus dem Halbleiter-, Wärmesensor-, Bildverarbeitungs- und Computer-Vision-Markts, die in den letzten zehn Jahren an der Entwicklung von FIR-Sensing-Anwendungen nach dem neuesten Stand der Technik gearbeitet haben. Das interdisziplinäre Team aus erfahrenen Ingenieuren hat seine Innovation an die spezifischen Anforderungen selbstfahrender Autos angepasst.

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