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Elektromobilität Akzeptanz von gewerblichen Elektrofahrzeugen wächst

Redakteur: Thomas Günnel

Die Umwelteigenschaften von Fahrzeugen spielen bei der gewerblichen Beschaffung von Service- oder Flottenfahrzeugen eine wachsende Rolle. Dies ergab eine Befragung von über 30 Flottenbetreibern.

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Rund ein Fünftel der Befragten gab an, um bis zu 20 Prozent höhere Kosten für den „grünen Betrieb“ des eigenen Pkw-Bestandes in Kauf zu nehmen. Dennoch bleibt die Kombination aus Anschaffungs- und Betriebskosten das wesentliche Kriterium bei der gewerblichen Beschaffung. Die Befragung zur Akzeptanz von batterieelektrischen Fahrzeugen in der gewerblichen Nutzung führten Experten des Öko-Institut e.V. Institut für angewandte Ökologie durch.

In die Auswertung der Studie flossen die Gesamtkosten für gewerbliche Flottenfahrzeuge ein. Diese sind heute im Vergleich zu konventionell betriebenen Pkw noch vergleichsweise hoch. Der Grund sind höhere Investitionskosten für Elektrofahrzeuge. Die Studie ergab aber auch, dass der Kostennachteil von heute bis zum Jahr 2020 auf etwa 20 Prozent sinken wird. Im Jahr 2030 hätten Elektrofahrzeuge in den meisten Fahrzeugklassen sogar einen Kostenvorteil gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Aus der Studie gehen auch die Grenzen der Nutzung von Elektrofahrzeugen hervor. Die größte Hürde im privaten Bereich, dass die seltenen, längeren Urlaubsfahrten derzeit noch nicht mit dem Elektroauto möglich sind, spielt in der gewerblichen Nutzung eine untergeordnete Rolle. Größere Flotten mit elektrischen und konventionellen Antrieben können flexibler auf die verschiedenen Fahrtentypen reagieren: kurze Fahrten mit dem Elektroauto, längere mit dem herkömmlichen Antrieb. Auch die vergleichsweise langen Aufladezeiten bewerteten die Befragten als weniger problematisch.

Eine Million rein batterieelektrische Fahrzeuge bis 2030

Neben dem gewerblichen Einsatz schätzten die Wissenschaftler auch das Gesamtpotenzial für die private und gewerbliche Nutzung von batterieelektrischen Fahrzeugen in Deutschland in den kommenden zwei Jahrzehnten. Demnach können im Jahr 2030 rund eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren – das entspricht etwa zwei Prozent aller Pkw in Deutschland. Gewerbliche Servicefahrzeuge haben am Gesamtbestand lediglich einen Anteil von etwa fünf Prozent. Der überwiegende Anteil der eine Million Elektrofahrzeuge wird daher privat genutzt. Auf den gewerblichen Bereich entfallen trotz hoher Potenziale lediglich vier Prozent im Jahr 2020 beziehungsweise 14 Prozent bis 2030.

„Wenn alle diese Fahrzeuge mit Strom aus zusätzlich erzeugten erneuerbaren Energien fahren, können diese insgesamt etwa 0,75 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht knapp einem Prozent der CO2 -Emissionen aller Pkw in Deutschland“, fasst Florian Hacker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Öko-Institut und Experte für Elektromobilität, das Klimaschutzpotenzial batterieelektrischer Fahrzeuge insgesamt zusammen.

Zur Studie

Die Unternehmensbefragung war Teil des Projektes „Begleitforschung E-Mobility Berlin“. Das Öko-Institut bewertete den Flottenversuch der Daimler AG, der den Einsatz von etwa 150 Elektrofahrzeugen durch private und gewerbliche Kunden im Alltagsbetrieb in den vergangenen zwei Jahren in Berlin erprobt hat, unter ökologischen Gesichtspunkten.

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Die Programmkoordination verantwortet die NOW GmbH, Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

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