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Alfmeier-Gruppe Alfmeier legt Schwerpunkt auf China

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Der Umsatz und das Ergebnis der Alfmeier-Gruppe ist nahezu stabil. In Zukunft will das Unternehmen weiter nach Tschechien verlagern und vor allem in China wachsen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Der Konzernumsatz der Alfmeier-Gruppe wuchs von 122,5 Millionen Euro auf 124,2 Millionen Euro (plus 1 Prozent). Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern ging alledings im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Zu dem Ergebnis trugen vor allem zwei Faktoren bei: zum einen konnte das Unternehmen fehlende Impulse im europäischen Markt mit einem Wachstum in Nordamerika wettmachen, zum anderen wurden die Kosten durch Verlagerungen von Fertigungslinien von den deutschen Standorten nach Tschechien gesenkt.

Der Standort Pilsen soll auch in Zukunft weiter ausgebaut werden. „Das Jahr 2004 hat für Alfmeier vertriebsseitig sehr gut begonnen, da das Unternehmen Aufträge erhalten hat, die wegen Ihres Umsatzvolumens oder aufgrund Ihrer strategischen Bedeutung für Alfmeier wichtig sind“, sagte Markus Gebhardt, Vorstand für Produkte, Märkte und Projekte. So konnte der Geschäftsbereich Sitzkomfort eine neue mechanische Lendenwirbelstütze bei DaimlerChrysler in Nordamerika platzieren.

Der Geschäftsbereich Motornahe Systeme konnte Neuaufträge im französischen Markt akquirieren. Der Geschäftsbereich Kraftstoffmanagement wuchs vor allem in Asien. „In diesem Jahr laufen für Alfmeier wichtige Neufahrzeuge an, von denen man annehmen kann, dass sie im Markt gut aufgenommen werden“, so Markus Gebhardt. Dazu gehören zum Beispiel in Deutschland der BMW X3, der Audi A6, der Ford Focus und später im Jahr die neue Mercedes A-Klasse.

In USA werden die GM Pick-up Trucks neu anlaufen und der Hyundai Sonata NF, der erstmals in Nordamerika produziert werden wird. In den nächsten Jahren legt das Unternehmen den Schwerpunkt auf Asien und insbesondere auf China. „Man sollte nicht annehmen, dass Automobilzulieferer nur wegen der niedrigen Löhne auf China schauen. China ist in den nächsten zehn Jahren der wichtigste Wachstumsmarkt für Automobile und Alfmeier wird an diesem Wachstum auf jeden Fall teilhaben“, sagte Rainer Mayer, Leiter Geschäfts- und Unternehmensentwicklung.

Das Treuchtlinger Unternehmen hat 2003 ein Customer Service Center in Korea eröffnet und bereitet diesen Schritt derzeit für China vor, um die dortigen Kunden, zu denen auch Volkswagen gehört, besser betreuen zu können. Ausserdem hat Alfmeiernach eigenen Angaben bereits einen Produktionsauftrag von VW für lokale Fertigung in China ab 2006 erhalten.