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Versicherer Allianz fordert Schutz vor Tachomanipulation

| Redakteur: Thomas Günnel

Jedes Jahr wechseln in Deutschland etwa sechs Millionen Fahrzeuge den Besitzer. Die Polizei schätzt, dass dabei jedes dritte einen manipulierten Tachostand aufweist. Die Allianz fordert nun von Automobilherstellern einen besseren Schutz gegen Manipulationen – mit einer zentralen Auskunftsdatei für Autofahrer.

Die Allianz fordert von den Automobilherstellern, Tachos besser gegen Manipulationen zu schützen.
Die Allianz fordert von den Automobilherstellern, Tachos besser gegen Manipulationen zu schützen.
(Mitsubishi)

Für die Käufer von Fahrzeugen mit manipuliertem Kilometerstand besteht laut Allianz neben dem wirtschaftlichen Schaden auch eine Gefährdung durch die verspätete oder fehlende Wartung sicherheitsrelevanter Bauteile.

„Tachomanipulationen sind derzeit leicht möglich und zu billig. Wir fordern die Automobilhersteller deshalb auf, die technischen Hürden zu erhöhen, um damit die Manipulation für die Betrüger teurer zu machen“, sagt Severin Moser, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG. „Zusätzlich muss eine zentrale Abfragemöglichkeit für Autokäufer aufgebaut werden, die unabhängig vom Fahrzeughalter eine Dokumentation der technischen Historie der Fahrzeuge möglich macht.“

Modell in Belgien bereits aktiv

Diese Datenbank soll zum Beispiel Wartungshistorien vom Fahrzeughersteller und Informationen von technischen Prüfdiensten enthalten. Die Allianz verspricht sich von der Dokumentation einen sicheren Nachweis einfacher Manipulationen. Die belgische Regierung hat ein ähnliches Konzept bereits im Jahr 2010 mit der Einführung einer zentralen Fahrzeugdatenbank umgesetzt.

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