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Renault/Nissan Allianz soll Profitabilität weiter steigern

| Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Die französisch-japanische Automobilhersteller-Allianz will ihre Profitabilität weiter steigern. Durch eine bessere Vernetzung sollen die Ausgaben um mehrere Milliarden jährlich sinken.

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Carlos Ghosn, der Chef der Renault-Nissan-Allianz, will die Kosten der Autobauer senken, um Mittel für Zukunftsinvestitionen freizubekommen.
Carlos Ghosn, der Chef der Renault-Nissan-Allianz, will die Kosten der Autobauer senken, um Mittel für Zukunftsinvestitionen freizubekommen.
(Foto: Renault)

Die beiden Automobilhersteller Renault und Nissan wollen noch enger zusammenrücken und dadurch die jährlichen Kosten um bis zu 4,3 Milliarden Euro senken. Wie die beiden seit 1999 in einer Allianz verbundenen Konzerne mitteilten, wird dazu zum 1. April ein „Management Comittee Alliance“ installiert, das wiederum unter Aufsicht von Allianz-Chef Carlos Ghosn steht.

Um die Finanz- und Ertragskraft der Autoallianz zu stärken, seien vier Schlüsselbereiche festgelegt worden, in denen Effekte durch die engere Zusammenarbeit möglich seien, heißt es gleichlautend in Mitteilungen von Nissan Deutschland und Renault Deutschland. Dabei handelt es sich um Entwicklung, Einkauf, Produktion und Logistik sowie um den abgestimmten Einsatz der Personal-Ressourcen.

Unter anderem versprechen sich die beiden Hersteller Synergie-Effekte in der Erforschung wichtiger Schlüsseltechnologien sowie die Chance auf die Abdeckung eines breiteren Entwicklungsspektrums. Weiterhin sollen die gemeinsamen Modell-Plattformen schneller zum Einsatz kommen und eine gemeinsame Antriebsstrategie entwickelt werden. Weltweit sollen die Fabriken standardisierte Prozesse bekommen. Geplant sind weiterhin länderübergreifende Austauschprogramme zur gemeinsamen Personalentwicklung und ein gemeinsames „Talentmanagement“ der Allianzpartner.

Operativ geführt wird das „Management Comittee Alliance“ von Christian Mardrus, der als Alliance Executive Vice President direkt an Carlos Ghosn berichtet. Zudem übernehmen laut den Mitteilungen vier neu benannte Alliance Executive Vice Presidents für die operativen Aufgaben in den Schlüsselbereichen die Verantwortung:

  • Den Bereich Einkauf verantwortet Christian Vandenhende.
  • Für Produktion und Logistik zeichnet Shouhei Kimura verantwortlich.
  • Das Talent-Management für die Führungskräfte der Autobauer koordiniert Greg Kelly.
  • Die Verantwortung für die Entwicklungsmaßnahmen übernimmt Tsuyoshi Yamaguchi.

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