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Zulieferer Alphaform beantragt vorläufige Insolvenz

| Redakteur: Jens Scheiner

Die Alphaform AG hat heute beim zuständigen Amtsgericht München wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.

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Der 3D-Druck-Dienstleister hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.
Der 3D-Druck-Dienstleister hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.
(Foto: Alphaform)

Der 3D-Druck-Dienstleister beabsichtigt im Zuge des Insolvenzverfahrens gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter den eingeschlagenen Sanierungskurs fortzusetzen. Die in- und ausländischen Tochtergesellschaften sind von dem Verfahren nicht betroffen und arbeiten weiter wie bisher.

Sanierungskonzept liegt vor

Seit März 2014 treibt Alphaform eine umfassende Neustrukturierung voran. An den Standorten Eschenlohe und Stade gelang bereits der Turnaround weitgehend; auch der Vertrieb wurde neu aufgestellt. Am Standort Feldkirchen waren dagegen die Herausforderungen, wie bereits kommuniziert, deutlich größer als ursprünglich erwartet; das Unternehmen brachte daher im Juni 2015 ein Sanierungskonzept nach IDW S6 auf den Weg. Die Umsetzung dieser Maßnahmen lässt sich aber nicht aus dem operativen Geschäft finanzieren. Der Vorstand hat sich daher entschieden, wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen.

Alphaform-Vorstandsvorsitzender Dr. Hanns-Dieter Aberle erklärt: „Ich bin unverändert überzeugt, dass Alphaform gestärkt aus dieser schweren Krise hervorgehen wird. Unser Sanierungskonzept wird im zweiten Halbjahr 2015 die Trendwende bringen. Unser Unternehmen verfügt über ein umfassendes Know-how und wegweisende Innovationspreise in der additiven Fertigung. Der industrielle 3D-Druck-Markt wird in den kommenden Jahren rasant wachsen. Die Herausforderdung wird jetzt sein, das operative Wachstum und zugleich die Sanierung zu finanzieren.“

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