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Bosch Amerikaner wollen Diesel

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Angesichts steigender Ölpreise und der Naturkatastrophen sieht Bosch in den USA endlich mehr Nachfrage nach Dieselmotoren.

( Archiv: Vogel Business Media )

Angesichts steigender Ölpreise und der Naturkatastrophen sieht der Stuttgarter Automobilzulieferer Bosch in den USA endlich mehr Nachfrage nach Dieselmotoren. "Die Amerikaner verlagen geradezu nach Dieselfahrzeugen, doch leider ist das verfügbare Angebot stark begrenzt", sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach in einem Interview mit der Fachzeitung "auto motor und sport".

Fehrenbach sprach von einem Umdenkungsprozess in Nordamerika, der auch dadurch unterstützt worden sei, dass die steuerliche Förderung von Diesel auf eine Stufe mit dem in den USA sehr populären Hybrid-Antrieb gestellt worden sei. Er rechnet für 2015 mit einem Diesel-Marktanteil von rund 20 Prozent bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen.

Der Hybrid-Antrieb habe seine Vorteile im innerstädtischen Bereich, werde sich aber nach derzeitigen Stand nicht zu einem Volumenmarkt wie Diesel oder Benziner entwickeln, meinte der Chef des weltgrößten Automobilzulieferers.

Die deutsche Automobilindustrie hat seit Jahren mit bislang eher bescheidenem Erfolg versucht, den Diesel in den USA populär zu machen. Die Robert Bosch GmbH ist der größte Anbieter von Dieseleinspritzsystemen.