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Continental Angebot abgelehnt

| Redakteur: Thomas Weber

Der Zulieferer sagt nein zur geplanten Übernahme durch die fränkische Schaeffler-Gruppe. Die „opportunistische Offerte“ spiegele den wahren Unternehmenswert nicht annährend wider.

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Der Vorstand von Continental hat das Übernahmeangebot der Schaeffler-Gruppe abgelehnt. „Es ist in hohem Maße opportunistisch, es spiegelt den wahren Wert der Continental nicht annähernd wider, es schafft kein Vertrauen, und es entbehrt einer überzeugenden industriellen Logik“, teilt der Zulieferer aus Hannover mit.

„Die Schaeffler-Gruppe verhehlt selbst nicht, dass sie das schwache Börsenumfeld nutzt, um günstig die Kontrolle über einen exzellent positionierten Technologiekonzern zu übernehmen und die Zahlung einer angemessenenen Prämie an die Aktionäre zu vermeiden“, heißt es weiter. Nach Auffassung des Conti-Vorstands hat sich Schaeffler mit Hilfe von Banken und Derivate-Positionen auf rechtswidrige Weise Zugriff auf 36 Prozent des Continnetal-Kapitals verschafft. Dies würde bei der Hauptversammlung eine „bequeme Kontrollmehrheit“, möglicherweise sogar eine qualifizierte Stimmenmehrheit darstellen.

Die öffentlich getätigten Aussagen der Schaeffler-Gruppe, wonach man nur eine Miderheitsbeteiligung anstrebe und die gesunde Struktur von Continental nicht antasten wolle, seien nach den geführten Gesprächen unglaubwürdig, so der Conti-Vorstand. „Continental würde Schaeffler nützen, Schaeffler aber nicht Continental. Continental hat als eigenständiges Unternehmen eine hervorragende Zukunft“, heißt es aus Hannover.

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