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Tesla Anhaltende Ladeprobleme

| Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Nach den Batteriebränden macht den Tesla-Fahrern nun die Kälte zu schaffen. In Norwegen laden laut einem Pressebericht die Batterien bei arktischen Temperaturen nicht richtig.

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Tesla kämpft derzeit mit verschiedenen technischen Problemen.
Tesla kämpft derzeit mit verschiedenen technischen Problemen.
(Foto: Tesla)

Die Euphoriephase bei Tesla ist endgültig vorbei. Nach den verschiedenen Brandfällen in den USA kämpft der Elektroauto-Hersteller nun mit überhitzten Ladeadaptern und neuerdings auch mit der Kälte in Norwegen. Mit technischen Verbesserungen hält Tesla dagegen und treibt den flächendeckenden Ausbau von Schnelllade-Standorten voran.

Hinsichtlich der Serie von brennenden Tesla-S-Modellen in den USA hat das Kraftfahrt-Bundesamt zwar Entwarnung gegeben. Die Behörde habe keinen herstellerseitigen Mangel feststellen können, hieß es. Allerdings sind inzwischen neue Hitzeprobleme aufgetaucht. Mehrere Besitzer des Model S hatten eine Überhitzung der Adapter für die Steckdose beklagt, mit dem das Auto geladen wird. Nun hat das Unternehmen angekündigt, allen Model-S-Besitzern kostenlos neue Adapter mit einer thermischen Sicherung zur Verfügung zu stellen.

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Zusätzlich droht dem Autobauer nun allerdings Ärger von der anderen Seite der Temperaturskala. In Norwegen, wo derzeit im Landesinneren Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt herrschen, setzt die Ladefunktion laut einem Bericht des „Manager Magazins“ immer wieder aus. Den Angaben zufolge unterbricht das Ladegerät immer wieder den Ladevorgang. Pendler hätten deshalb ihren Weg zur Arbeit nicht antreten können.

Die Berichte sind für Tesla besonders sensibel, da das Model S im September und Dezember das meistverkaufte Auto des skandinavischen Landes geworden war. Dort liefert sich das Modell seit Monaten einen Wettkampf mit dem Nissan Leaf um die Verkaufskrone. Probleme mit der Kälte sind generell allerdings nicht ganz neu. Bereits früher war von einem starken Kapazitätsverlust der Batterien berichtet worden. Eine neue Software soll nun den Ladevorgang im Auto stabilisieren.

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Der Erfolg von Tesla und Leaf in Norwegen wird häufig auf die überdurchschnittliche Ladeinfrastruktur zurückgeführt. Vor diesem Hintergrund investiert Tesla in den Aufbau eines flächendeckenden Supercharger-Netzwerks in Zentraleuropa. Dieses soll dem Hersteller zufolge in absehbarer Zeit ein „kostenloses und bequemes Fahren von Amsterdam bis Genf und Wien“ ermöglichen.

Die Supercharger liefern laut Tesla bis zu 120 Kilowatt Gleichstrom direkt in die Batterien des Model S. Ein Supercharger lädt die Batterien in 20 Minuten zur Hälfte auf. Die Stationen sind entlang vielbefahrener Autobahnen stationiert, sodass die Fahrer mit wenigen Zwischenstopps weite Strecken zurücklegen können. Derzeit seien 14 Supercharger in Europa in Betrieb.

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