Suchen

»Würzburger Automobil Gipfel« 2008 Anschluss an die Unterhaltungselektronik

| Redakteur: Jens Badstübner

Die Unterhaltungselektronik wirft ihre Produkte im Halbjahrestakt auf den Markt. Die Automobilhersteller tun das nur alle sechs bis sieben Jahre. Um diesen Konflikt aufzulösen will Daimler immer mehr Anwendungen von der Head-Unit im Automobil auf die mobilen Endgeräte oder das Internet verlagern.

Firma zum Thema

Allerdings benötigt der Automobilhersteller dafür die Zusammenarbeit mit den großen Unterhaltungselektronikanbietern wie Apple, Nokia oder Google. „Wir wissen, dass Apple den Weg geht und wir hoffen, dass uns auch die anderen Unterhaltungselektronikhersteller die Schnittstellen für die Anbindung der mobilen Endgeräte an die Head-Unit im Auto zur Verfügung stellen“, hofft Dr. Ralf Guido Herrtwich von der Daimler AG. Auf dem »Würzburger Automobil Gipfel« 2008 gewährte der Director Research & Advanced Engineering Infotainment and Telematics Einblicke in die Unternehmensstrategie, um iPods, PNDs oder Smartphones zukünftig in das Automobil einzubinden.

Von der Head-Unit auf externe Geräte

Ziel sei es, „immer mehr Anwendungen von der Head-Unit auf externe Geräte oder das Internet zu verlagern“. Damit verabschieden sich die Automobilhersteller endgültig vom lange propagierten Festeinbau zugunsten von so genannten „Mobile Devices“. „Schon heute ist die Anbindung von mobilen Endgeräten für unsere Kunden eine Kaufentscheidung“, kommentierte Herrtwich auf der Veranstaltung.

Einheiltliche Schnittstelle gefordert

Stattdessen wolle man sich mehr auf die perfekte Anbindung und Bedienung der verschiedenen Geräte konzentrieren. Damit das funktioniert, forderte Herrtwich in Würzburg die Hersteller auf, eine einheitliche Schnittstelle anzubieten, um die verschiedenen Geräte über ein und dieselbe Bedienoberfläche anzusteuern. Hier sieht Herrtwich in Zukunft die Kernkompetenz seines Unternehmens. „Noch sind wir nicht soweit, aber wir sind mit den Googles dieser Welt im Gespräch“, verrät Herrtwich am Rande der Veranstaltung.Dr. Guido Herrtwich, Daimler AG, im Interview mit Frank Köber, MBC Innovationsmanagement Daimler, zum Vortrag "Infotainment im Auto - Wo liegen die Herausforderungen für die Zukunft?" http://www.wuerzburger-automobil-gipfel.de/files/interview_04.html

(ID:259255)