Entwicklungsdienstleister ASAP entwickelt breit einsetzbares Strommesssystem

Redakteur: Christian Otto

Das Messinstrument namens Current Loupe bildet Ströme im Bereich von 1µA bis 100A ab. Das 1-Kanal-System verspricht einen geringeren Messaufwand und kommt schon in der ASAP-eigenen Test- und Erprobungseinrichtung sowie bei Systemlieferanten zum Einsatz.

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Der Current Loupe kommt schon bei der Komponentenerprobung zum Einsatz.
Der Current Loupe kommt schon bei der Komponentenerprobung zum Einsatz.
(Foto: ASAP)

Von wenigen Mikroampere bis zu einhundert Ampere – die Unterschiede zwischen Ruhe- und Betriebsstrom sind bei Steuergeräten oft stark schwankend. Die ASAP Electronics GmbH hat mit dem ASAP Current Loupe daher ein unterbrechungsfreies Messinstrument mit einer automatischen Messbereichsauswahl von 1µA bis 100A entwickelt. Geeignet ist das System laut dem Entwicklungsdienstleister (EDL) gleichermaßen für den Einsatz im Labor wie im Fahrzeug.

Ein System – zwei Funktionen

Für eine hohe Genauigkeit der Ergebnisse sind bisher je Steuergerät mindestens zwei Messungen und damit zwei getrennte Messkanäle notwendig – für den Ruhestrombereich mit einem Mikroampere sowie für den Betriebsstrom mit bis zu 100 Ampere. Die Folgen: Ein aufwendiger, fehleranfälliger Messaufbau sowie die Auswertung der Daten mindestens zweier Messkanäle. Aufgrund der manuellen Umschaltung lässt sich zum einen die reale Stromaufnahme im Fehlverhalten eines Steuergerätes zudem nicht mehr exakt bestimmen. Andererseits entsteht durch die Messauflösung kein ‚blinder‘ Messbereich, wenn der Prüfling den geringen Ruhestrom aufnimmt. Des Weiteren sind die Messaufbauten angesichts der Auslagerung vieler Komponenten groß und unübersichtlich.

Mit dem in Ingolstadt entwickelten ASAP Current Loupe sollen sich diese Herausforderungen umgehen lassen: Neben der einfachen Handhabung biete das Produkt der ASAP Electronics eine Kostenersparnis im Bereich Hardwareinvestition, Messdatenauswertung und -aufbereitung gegenüber herkömmlichen Validierungsverfahren.

Vielfältig einsetzbar

Der Messstrompfad ist galvanisch von der Signalaufbereitung getrennt. Die Stromerfassung erfolgt mittels Messwiderständen sowie analogen und digitalen Sensoren für die jeweiligen Messbereiche. Mit einem intelligenten Halbleiter wird laut dem EDL eine schnelle Messbereichsumschaltung umgesetzt. Anschließend werden die Eingangsgrößen durch ein Oversampling und einen speziellen Algorithmus digital aufbereitet und der optimale Messbereich aktiviert. Mittels einer USB-Kommunikationsschnittstelle wird der ASAP Current Loupe mit dem PC verbunden. Die gewünschte Datenaufzeichnungsrate kann durch eine entsprechende Softwareapplikation am PC konfiguriert werden. Die Sicherung der Messdaten erfolgt anschließend in einem TDMS-Dateiformat.

Durch die geringe Größe der Bauform, lässt sich der Current Loupe laut ASAP schnell in bestehende Prüfaufbauten oder Fahrzeuge integrieren. Er eigne sich für die Komponentenerprobung beziehungsweise -qualifizierung und decke Ruhestrommessungen genauso ab wie Stromverbrauchs- und Fehleranalysen. Die ASAP Electronics GmbH vertreibt den ASAP Current Loupe seit Ende 2013. Eingesetzt wird er bereits im eigenen akkreditierten Test- und Erprobungszentrum zur Komponentenerprobung sowie bei ersten Systemlieferanten.

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