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Sellner-Insolvenz Auch Sellner-Behr zahlungsunfähig

| Redakteur: Bernd Otterbach

Mit der Sellner-Behr GmbH hat am Dienstag eine weitere Tochter der Sellner-Gruppe beim Amtsgericht Ansbach Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

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Dies betreffe den Standort Wallerstein mit 220 Festangestellten und rund 180 Zeitarbeitern, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Insolvenz sei vor allem Folge der zahlungsunfähigen Muttergesellschaft und den engen finanziellen Verflechtungen. Problematisch habe sich in den letzten Tagen auch der erhebliche Druck seitens wichtiger Lieferanten dargestellt, so der Zulieferer weiter.

„Dies hat jedoch nach heutigem Kenntnisstand keine Auswirkungen, die zu weiteren Insolvenzen unserer in- und ausländischen Töchter, wie Schäfer-Oesterle oder Strähle + Hess führen. Dort ist die Lage wesentlich stabiler“, sagte Werner Renzel, Geschäftsführer der Sellner Holding GmbH.

Mechthild Bruche ist vorläufige Insolvenzverwalterin

Das Amtsgericht Ansbach hat die Nürnberger Fachanwältin für Insolvenzrecht Mechthild Bruche aus der Kanzlei Dr. Beck & Partner zur vorläufigen Insolvenzverwalterin der Sellner-Behr GmbH bestellt. „Wir werden auch bei Sellner Behr zunächst höchste Priorität auf die Lieferfähigkeit des Unternehmens setzen. Das ist der erste Schritt zum Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze“, so Bruche in einer ersten Stellungnahme.

Am 28. Januar hatten bereits die Sellner Holding GmbH, die Sellner GmbH und die IPG Industrieplast GmbH Insolvenzantrag gestellt. Insgesamt beschäftigt die Sellner Gruppe 2.400 Mitarbeiter weltweit, davon 1.600 in Deutschland. Von der Insolvenz sind derzeit in Deutschland rund 900 Mitarbeiter und 480 Zeitarbeiter in Neuendettelsau, Heilsbronn und Wallerstein betroffen.

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