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Wirtschaft Audi-Abgasskandal: Hunderttausende Dokumente „in Panik“ vernichtet

| Autor/ Redakteur: dpa / Svenja Gelowicz

Offenbar haben nach Bekanntwerden des Abgasbetrugs bei Volkswagen im Jahr 2015 zahlreiche Audi-Ingenieure vorsorglich Dateien vernichtet. Dem Unternehmen sind die Vorwürfe bekannt, äußern wollte sich Audi nicht.

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Gegen Audi wird im Abgasskandal ermittelt.
Gegen Audi wird im Abgasskandal ermittelt.
(Bild: Audi)

Beim bayerischen Autohersteller Audi sind nach einem Bericht des Online-Wirtschaftsmagazins „Business Insider“ Hunderttausende Dokumente zum Dieselskandal vernichtet worden. Dies sei bereits im Herbst 2015 nach Bekanntwerden des Abgasbetrugs bei der Konzernschwester Volkswagen geschehen, berichtete das Magazin am Sonntag. Es beruft sich auf ein als „streng vertraulich“ eingestuftes Papier der US-Anwaltskanzlei Jones Day, die den Abgasskandal im VW-Konzern intern untersucht hatte.

Ein Audi-Sprecher sagte am Sonntag auf Anfrage: „Die Vorwürfe sind bekannt, und sie sind hinreichend untersucht.“ Sie seien aber Gegenstand staatsanwaltlicher Ermittlungsverfahren, „zu denen wir uns nicht äußern“, fügte er hinzu.

Nutzung von professioneller Lösch-Software

Laut „Business Insider“ ist in dem Papier von Jones Day die Rede von 14 „Personen aus der Dieselgruppe“, die Dateien von ihren Computern, externen Geräten und Netzwerklaufwerken gelöscht hätten. Zudem sei eine nicht mehr bestimmbare Menge von Akten aus Papier geschreddert worden.

Nach Aussagen von Mitarbeitern habe in Ingolstadt Panik geherrscht, nachdem am 18. September 2015 die Vorwürfe der Abgas-Manipulation bekannt geworden seien. Die betroffenen Audi-Ingenieure hätten laut Jones Day teilweise professionelle Lösch-Software genutzt, um zu verhindern, dass die Daten wiederhergestellt werden können.

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