Suchen

Motorsport Engineering Audi beendet Le Mans-Engagement

Autor / Redakteur: Wolfgang Sievernich / Wolfgang Sievernich

Nach 18 Jahren im Prototypensport beendet Audi sein Engagement in Le Mans und der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Ab 2018 steigt der Hersteller werksseitig in die Formel E ein.

Firma zum Thema

Ende des Jahres steigt Audi aus der WEC und dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans aus. Ab 2018 wird der OEM werksseitig in der Formel E starten.
Ende des Jahres steigt Audi aus der WEC und dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans aus. Ab 2018 wird der OEM werksseitig in der Formel E starten.
(Bild: Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH/Audi)

Audi Sport zieht sich aus der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC) und dem prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen von Le Mans zurück. Fast zwei Jahrzehnte hat der Hersteller aus Ingolstadt die Prototypenserie geprägt. Mit 185 Rennen, 106 Siegen in der WEC sowie 13 Gesamtsiegen in Le Mans steht Audi für die größten motorsportlichen Erfolge des Rennformats. Audi holte in Le Mans den ersten Sieg eines TFSI-Motors im Jahr 2001, mit dem TDI-Motor 2006 und dem Hybridantrieb 2012. Dabei nutzte der OEM die Erfolge auf der Rennstrecke intensiv für einen technischen Transfer in die Serie.

Ab 2018 werksseitig in der Formel E

Nach zwei sieglosen Jahren gegen die Konzernschwester Porsche wird Audi die Serie zum Ende des Jahres verlassen und sich künftig auf die Formel E konzentrieren. Zusammen mit dem Team ABT Schaeffler Audi Sport beginnt im kommenden Jahr eine intensive technische Partnerschaft, bevor der OEM ab 2018 das Team komplett übernimmt. Die elektrische Monoposto-Rennserie passe besser zur Strategie ab 2018 jährlich neue elektrische Serienfahrzeuge auf die Straße zu bringen. Neben der Strategie dürften aber auch der Abgasskandal von Volkswagen und die damit verbundenen Sparzwänge gegen ein Engagement zweier Volkswagen-Konzernmarken in der gleichen Rennserie sprechen. Pro Jahr soll das Engagement für Le Mans und die WEC rund 200 Millionen Euro bei Audi als auch Porsche betragen haben. Ob die Formel E günstiger ist, darf mit Hinblick auf die technische Antriebsentwicklung bezweifelt werden, doch ermöglicht sie zurzeit einen schnelleren Transfer der elektrischen Komponenten in die Serie.

Porsche bestätigt bis 2018

Einen Einstieg in die Formel 1 lehnte Audi bis zuletzt ab – zu teuer; in der DTM wird der Hersteller gegen Mercedes und BMW weiterhin aktiv bleiben. Zudem bleibt Audi den beiden Kundensportprogrammen bei den GT3-Sportwagen mit dem R8 und der Touring Car Racing Series (TCR) mit dem A3 treu. Porsche bleibt mindestens bis 2018 in Le Mans und der Sportwagen-WM. Dort tritt der deutsche Hersteller jetzt nur noch gegen Toyota an. Ein neuer Kandidat könnte bald schon Peugeot sein, die 2009 aus finanziellen Gründen ausgestiegen sind. Und auch diesmal spielt das Budget eine entscheidende Rolle – noch steht jedenfalls das Bekenntnis für einen Einstieg aus.

(ID:44346482)