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OEM Audi buhlt um Q-Namensrechte

| Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Audi will seine SUV-Palettte ausbauen und benötigt noch Modellnamen. Doch die Rechte an den naheliegenden Kürzeln „Q2“ und „Q4“ liegen bei der Konkurrenz.

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Audi streitet sich über die Verwendung des Buchstabens „Q“ für die Modellbezeichnung.
Audi streitet sich über die Verwendung des Buchstabens „Q“ für die Modellbezeichnung.
(Foto: Audi)

Audi streitet sich wie schon im Jahr 2013 mit einem anderen Hersteller über die Verwendung des Buchstabens „Q“ für die Modellbezeichnung. Gegner ist dieses Mal die Sportwagenmarke Alfa Romeo, die laut dem britischen „Car Magazine“ die Namensrechte an den Modellbezeichnungen Q2 und Q4 hält. In der Vergangenheit hatte Alfa vor allem das „Q4“ als Zusatz zu Modellnamen verwendet, um auf eine Allradversion hinzuweisen.

Derzeit verwende Alfa die Bezeichnungen jedoch nicht, weshalb Audi bei Fiat-Chrysler (FCA) angefragt habe, die Namensrechte zu erwerben, vermeldet das britische Blatt auf seiner Webseite.

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Hinter dem Versuch, die Namensrechte zu erwerben, steckt mutmaßlich das Ziel, mittelfristig eine einheitliche und durchgängige Benennung der SUV-Modelle von Audi zu erhalten. Die bisher erhältlichen Modellen Q3, Q5 und Q7 sollen langfristig um weitere Derivate ergänzt werden, um den lukrativen SUV-Markt noch stärker abdecken zu können.

Ab 2016 soll beispielsweise der Audi Q1 kommen, der aber streng genommen als Q2 firmieren müsste, schreibt das „Car Magazine“ – wenn denn Audi über die Namensrechte verfügte. „Idealerweise würde der Name Q1 für ein deutlich kleineres Crossover-Modell reserviert, das von der nächsten A1-Generation abgeleitet würde“, zitiert das britische Blatt eine Quelle in Ingolstadt.

Und um es perfekt zu machen, müsste Audi letztlich alle Bezeichnungen von Q1 bis Q9 durchgehen in sein Verzeichnis der geschützten Handelsmarken aufnehmen. Doch die Italiener zieren sich – FCA scheint derzeit nicht willens, die Markenrechte an Audi und damit den Volkswagen-Konzern abzugeben. Wobei dies angesichts der klammen Kassen von Alfa möglicherweise auch nur eine Frage des Preises ist.

Erfolgreicher Streit mit Qoros

Audi hatte bereits Anfang 2013 mit dem chinesischen Hersteller Qoros einen Rechtsstreit um die Verwendung der Modellbezeichnung „Q“ geführt. Damals hatten die Chinesen ihr erstes serienreifes Modell als „GQ3“ für den Genfer Salon angekündigt. Gegen dieses Kürzel war Audi erfolgreich vorgegangen, die Chinesen benannten das Genfer Modell danach um in „Qoros 3“. „Der Buchtstabe Q ist ein geschützter Bestandteil unserer Markenfamilie“, hatte Audi damals zur Begründung für das harte Vorgehen erklärt.

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