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Kraftstoff Audi entwickelt synthetisches Benzin

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Zusammen mit seinem Kooperationspartner Global Bioenergies hat der Automobilhersteller synthetisches Benzin aus Isooktan hergestellt.

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Audi und Global Bioenergies entwickeln am synthetischen Kraftstoff.
Audi und Global Bioenergies entwickeln am synthetischen Kraftstoff.
(Foto: Audi)

Audi sucht die Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen und entwickelt zusammen mit Kooperationspartner Global Bioenergies am synthetischen Kraftstoff. Es soll zu 100 Prozent aus Isooktan bestehen und damit eine hohe Klopffestigkeit von ROZ 100 aufweisen. Der Audi e-benzin genannte Kraftstoff ist schwefel- und benzolfrei und soll daher sauber verbrennen.

Höhere Verdichtung

Die Entwickler erwarten eine höhere Verdichtung und daher auch eine Steigerung der Effizienz. Audi wird den neuen Treibstoff in Labors und Versuchsmotoren testen. Mittelfristig will die Marke zusammen mit Global Bioenergies den Prozess so modifizieren, dass er ohne Biomasse und nur mit Wasser, Wasserstoff, CO2 und Sonnenlicht auskommen soll.

Die Global Bioenergies S.A. betreibt im französischen Pomacle bei Reims eine Pilotanlage zur Herstellung von Isobuten, dem Grundstoff von Audi e-benzin. Ein weiterer Projektpartner ist das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CPB) in Leuna (Sachsen-Anhalt). Hier wandeln Forscher das gasförmige Isobuten mithilfe von Wasserstoff in flüssiges Isooktan um. Global Bioenergies errichtet im Fraunhofer-Zentrum eine Demonstrationsanlage, die ab 2016 größere Mengen produzieren soll.

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