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Jahrespressekonferenz 2015 Audi: Neues von der Elektromobilität

| Autor / Redakteur: Wolfgang Pester / Thomas Günnel

„Ein Ingenieur schaut immer nach vorn, auf das, was jetzt zu tun ist“, sagte Ulrich Hackenberg, Audi-Technik-Vorstand, anlässlich der Jahrespressekonferenz. Und was er für die kommenden Jahre in Aussicht stellt, lässt Autofahrer aufhorchen.

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„Ein Ingenieur schaut immer nach vorn, auf das, was jetzt zu tun ist“, sagte Ulrich Hackenberg, Audi-Technik-Vorstand, anlässlich der Jahrespressekonferenz. Und was er für die kommenden Jahre in Aussicht stellt, lässt Autofahrer aufhorchen.
„Ein Ingenieur schaut immer nach vorn, auf das, was jetzt zu tun ist“, sagte Ulrich Hackenberg, Audi-Technik-Vorstand, anlässlich der Jahrespressekonferenz. Und was er für die kommenden Jahre in Aussicht stellt, lässt Autofahrer aufhorchen.
(Foto: Audi)

Audi sieht sich als Pionier des pilotierten Fahrens, der laut Hackenberg seit dem Jahr 2010 einen technischen Meilenstein nach dem anderen setzt. „Unsere Technik ist serienreif“, sagte der Technik-Vorstand und kündigt sie für 2017 an. „Der neue Audi A8 wird das erste Modell sein, mit dem wir vom assistierten zum pilotierten Fahren übergehen“, so Hackenberg. Der A8 wird einen Staupiloten an Bord haben und das pilotierte Parken beherrschen. Grundlage für das pilotierte Führen des Autos sind Radar-, Laser- und Ultraschall-Sensoren sowie Kameras am Auto. Damit wird ein stabiles, redundantes System geschaffen, das alle Situationen des Straßenverkehrs beherrscht. Mit jedem Kilometer lernt das Fahrzeug dazu und speichert sein Wissen in einer Daten-Cloud. „Künftig werden sich unsere Autos ständig mit dem Wissen aus der Cloud abgleichen“, so Hackenberg, der darauf hinwies, dass Audi längst das pilotierte Fahren in Deutschland, USA und Asien testet.

Selbstgefertigte Lithium-Ionen-Batterien

Vergangenes Jahr kündigten die Ingolstädter an, den Audi R8 e-tron als ihren sportlichsten Botschafter der Elektromobilität auf Kundenwunsch zu produzieren. 2015 wird geliefert. Und zwar mit einer Reichweite von gut 450 Kilometern. Mit seinem effizienten Antriebstrang bietet der Audi R8 e-tron laut Hackenberg wettbewerbsfähige und kundengerechte Elektromobilität für lange Reichweiten. „Wir haben die Batterietechnologie von Grund auf neu entwickelt und konnten so eine hohe Leistungs- und Energiedichte erzielen“, sagt der Technik-Chef. Die flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie hat eine Kapazität von mehr als 90 kWh und ist in die Aluminium Space Frame-Struktur des Audi R8 e-tron integriert, berichtet Hackenberg. „Wir fertigen diese komplexe Batterie selbst, in unserem Batterie-Technikum in der Nähe von Ingolstadt – ein starker Beleg für die Entwicklungs-Kompetenz unserer Ingenieure.“ Darüber hinaus bleibe der Audi R8 e-tron Technologieträger für künftige Elektroautos. Und dort setzte Hackenberg ein weiteres Datum.

Batterieelektrisches Sports Activity Vehicle

„Anfang 2018 werden wir ein batterieelektrisches Sports Activity Vehicle im Oberklasse-Segment herausbringen, mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Es wird ein neues, sehr attraktives Design haben, das wir speziell für die e-tron-Reihe und batterieelektrische Autos entwickeln.“ Das Modell, vergleichbar mit einem SUV, wird laut Hackenberg auf Basis des modularen Längsbaukastens (MLB) der zweiten Generation gebaut werden. Dieser sei von Anbeginn darauf ausgelegt, dass unterschiedliche Antriebsarten damit effizient bedient werden können. Hackenberg verspricht, dass bei Audi der „Quattro“, der permanente Allradantrieb, „die Kerntechnologie ist und bleibt. Auch im Zeitalter der hocheffizienten und elektrifizierten Antriebe werden wir das sportliche Quattro-Fahrerlebnis anbieten“, verspricht der Technik-Vorstand.

Ansätze für weniger CO2

Die marktspezifischen CO2-Ziele müssen die Autohersteller weltweit bedienen. „Den größten Teil der CO2-Emissionen reduzieren wir, indem wir das Potenzial unserer Verbrennungsmotoren voll ausschöpfen“, sagte Hackenberg und nannte zwei aktuelle Beispiele. „Wir rüsten TDI-Motoren serienmäßig mit einem elektrisch angetriebenen Verdichter (EAV) aus. Mit EAV konnten wir die CO2-Emissionen bis sieben Gramm CO2 je Kilometer senken und gleichzeitig die Performance deutlich steigern.“ Als zweites Beispiel hob er den sogenannten „Prädiktive Effizienz-Assistenten“ (PEA) hervor, der erstmals im neuen Audi Q7 im Einsatz ist. Der PEA kombiniert Daten des Navigationssystems und der Umfeldsensoren, um das Auto vorausschauend fahren zu lassen. Hackenberg: „Auf Testfahrten sank der Verbrauch um rund zehn Prozent.“

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