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Powertrain Audi nimmt Getriebeproduktion in China auf

Redakteur: Jens Scheiner

Gemeinsam mit Volkswagen Automatic Transmission Tianjin (VWATJ) hat Audi heute ein neues Getriebewerk eingeweiht. Der Premiumhersteller will damit seine Lokalisierungsstrategie unterstreichen.

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Bei der Eröffnungszeremonie waren Verteter von Audi, VWATJ und der regionalen Politik anwesend. Prof. Dr. Jochem Heizmann (4.v.r.), Präsident Volkswagen Group China und Joachim Wedler (3.v.r.), Präsident Audi China, betonten in ihren Reden den großen Mehrwert des neuen Werks für die Lokalisierungsstrategie der Marke.
Bei der Eröffnungszeremonie waren Verteter von Audi, VWATJ und der regionalen Politik anwesend. Prof. Dr. Jochem Heizmann (4.v.r.), Präsident Volkswagen Group China und Joachim Wedler (3.v.r.), Präsident Audi China, betonten in ihren Reden den großen Mehrwert des neuen Werks für die Lokalisierungsstrategie der Marke.
(Bild: Audi)

Mit dem Werk baut Audi sein Engagement in China. Aus der Hafenstadt Tianjin im Norden des Landes kommen künftig die 7-Gang-S-Tronic-Getriebe für den neuen Audi A4 L und weitere lokal produzierte Modelle. Bei voller Kapazitätsauslastung soll das neue Werk mit 1.000 Mitarbeitern künftig 240.000 Getriebe jährlich herstellen. Joachim Wedler, Präsident Audi China, nannte die neuen Getriebeproduktion deshalb auch „einen Meilenstein“ für die Lokalisierungsstrategie des Premiumherstellers.

Wie das Unternehmen mitteilte, kann durch den modularen Produktionsaufbau die Kapazität des Werks in einer späteren Ausbaustufe verdoppelt werden. Der Standort sei zudem nachhaltig konzipiert: Er verfügt unter anderem über eine Wärmerückgewinnungsanlage und Dachluken, mit denen durch die Nutzung von Tageslicht Strom gespart werden kann.

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Das neue 7-Gang S tronic Getriebe aus Tianjin kommt in den Modellen der zweiten Generation des Modularen Längsbaukastens (MLB) zum Einsatz.

Seit 2014 produziert der Volkswagen-Konzern in China Doppelkupplungsgetriebe für Modelle des Modularen Querbaukastens (MQB). Der Produktionsbeginn in Tianjin markiert den Abschluss der zweiten Ausbauphase von VWATJ. Anteilseigner des Unternehmens sind die Audi AG (49 Prozent) und die Volkswagen Group China (51 Prozent).

Synergien zwischen den Marken

Dr. Jochem Heizmann, Präsident der Volkswagen Group China betonte in diesem Zusammenhang den großen Wert des Unternehmens: „Volkswagen Automatic Transmission Tianjin schafft Synergien zwischen den Konzernmarken und stärkt sie dadurch noch weiter.“

Audi ist seit 1988 in China aktiv. Das Audi Joint Venture FAW‑Volkswagen fertigt im nordchinesischen Changchun die Modelle Audi A6 L, Audi A4 L, Audi Q5 und Audi Q3. Im Joint-Venture-Werk im südchinesischen Foshan entstehen der Audi A3 Sportback und die Audi A3 Limousine.

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