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China Market Insider Audi setzt bei E-Mobilität in China auf altbewährte Partner – eine riskante Strategie

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Claus-Peter Köth

Audi will in China nicht alleine gegen Tesla antreten, sondern zusammen mit seinem langjährigen Partner FAW – doch ist das die richtige Strategie, um sich gegen die neue Elektro-Konkurrenz zu wehren?

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet »Automobil Industrie« regelmäßig über den chinesischen Automobilmarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet »Automobil Industrie« regelmäßig über den chinesischen Automobilmarkt.
(Bild: Deposit Photos)

Audi will in China nicht alleine gegen Tesla antreten, sondern setzt auf Teamwork mit altbekannten Partnern. So deuten Marktkenner die Ankündigung der Ingolstädter vom 13. Oktober, für den Bau von Elektroautos in der Volksrepublik ein neues Unternehmen mit ihrem langjährigen Joint-Venture-Partner FAW zu gründen. Das neue Unternehmen soll „voll-elektrische Audi-Modelle auf der PPE-Plattform produzieren”, heißt es in Ingolstadt. Ab dem Jahr 2024 werden die ersten Modelle auf Basis der „Premium Platform Electric“ in China vom Band rollen, dem gemeinsam mit Porsche entwickelten Baukasten für größere Elektrofahrzeuge im Premiumsegment.

„Nicht alle Invasoren werden wie Tesla alleine kämpfen“, schreibt die chinesische Autozeitung Zhongguo Qiche Bao über diesen Schachzug von Audi auf dem chinesischen Markt. Zwar erlaubt die kommunistische Führung seit kurzem die Gründung von Unternehmen in China, die zu 100 Prozent ausländischen Konzernen gehören. Tesla hat diesen Weg gewählt. Doch selbst so etablierte deutsche Unternehmen wie Audi suchten offensichtlich weiter gerne die Hilfe lokaler Partner, wenn sie sich auf „ungewohntes Terrain” wagen, kommentiert die Autozeitung.