Suchen

Elektronik Audi stellt Ampel-Assistenten in den USA vor

| Autor/ Redakteur: SP-X / Wolfgang Sievernich

Autos von Audi können jetzt mit Ampeln kommunizieren und so Wartezeiten und Staus vermeiden. Ein Einsatz in Europa ist laut des Unternehmens möglich.

Firmen zum Thema

Rotphasen vermeiden helfen soll in den USA ein neuer Ampel-Assistent von Audi.
Rotphasen vermeiden helfen soll in den USA ein neuer Ampel-Assistent von Audi.
(Bild: Audi)

Amerikanische Audi-Kunden können künftig auf der grünen Welle surfen. Der Automobilhersteller bietet in den USA ab Herbst einen neuartigen Ampel-Assistenten an, der dem Fahrer bei der Wahl der richtigen Geschwindigkeit helfen soll, Rotphasen zu vermeiden. Kommt der Wagen doch einmal zum Halt, zählt das System den Countdown bis zum grünen Signal herunter. Wann der Assistent nach Deutschland kommt, ist noch unklar. Der Ampel-Assistent nutzt Mobilfunktechnik, um sich die Ampeldaten in Echtzeit beim zentralen Verkehrsleitrechner der jeweiligen Stadt zu besorgen. Das funktioniert nur, wenn die Kommune den Zugang frei gibt – was in der Praxis nicht selbstverständlich sein dürfte. Der Assistent steht laut Audi daher zunächst auch nur in „ausgewählten“ Städten und Regionen der USA zur Verfügung.

Verkehr verflüssigen

Neue Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Autos untereinander und mit der Infrastruktur – auch unter dem Oberbegriff Car-to-X-Communication zusammengefasst – gelten als zentraler Baustein für die autonomen Fahrzeuge der Zukunft. Der Ampel-Assistent ist ein erster Schritt. Würde er zum Standard, könnte er einzelnen Fahrern helfen, Wartezeiten an roten Ampeln zu vermeiden – und den Verkehrsfluss in der Stadt insgesamt verbessern. Audi testet die Technik bereits seit geraumer Zeit mit Feldversuchen in Las Vegas, Verona, Ingolstadt und Berlin. Die Technik dürfte demnach in Kürze auch hierzulande verfügbar sein. Wann es soweit ist, will der Autohersteller jedoch noch nicht sagen.

Das Potenzial des neuen Assistenten ist jedenfalls groß. Laut Studien benötigt der erste Fahrer nach dem Umspringen der Lichtzeichenanlage auf Grün fünf Sekunden, um zu starten. Der Zweite braucht nur noch drei, die nachfolgenden Autos zwei Sekunden, um in Bewegung zu kommen. Mit dem Ampelassistenten verkürzt sich die Startzeit um eine bis zwei Sekunden. Bei einer Fahrt durch die Großstadt entsteht so ein nennenswertes Zeitguthaben. Als Serienausstattung wird es den Assistenten zunächst aber wohl nicht geben.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44225669)