Suchen

Vernetzung Audi testet die smarte Stadt

| Redakteur: Thomas Günnel

Audi und die Stadt Somerville wollen an der Ostküste der USA eine Strategie für die Verkehrsinfrastruktur der Stadt entwickeln und dabei Techniken für Schwarmintelligenz und pilotiertes Parken einsetzen.

Firmen zum Thema

Audi und die Stadt Somerville in der Nähe von Boston wollen eine intelligente Verkehrsinfrastruktur für die Stadt entwickeln.
Audi und die Stadt Somerville in der Nähe von Boston wollen eine intelligente Verkehrsinfrastruktur für die Stadt entwickeln.
(Foto: Audi)

Audi-Chef Rupert Stadler und der Bürgermeister von Somerville, Joseph A. Curtatone, unterzeichneten am Rande des Smart City Expo World Congress in Barcelona ein „Memorandum of Understanding“. Die Projektpartner wollen eine urbane Strategie für die Stadt Somerville entwickeln und dabei Techniken für Schwarmintelligenz und pilotiertes Parken einsetzen und Autos mit Ampeln vernetzen.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 6 Bildern

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen der Austausch von Expertise und das Erproben neuer Techniken. Stadler: „Das intelligente Auto kann seine Potenziale erst in einer intelligenten Stadt voll entfalten. Die gemeinsame Arbeit an urbanen Innovationen und der Austausch und die Analyse von Daten sind der Schlüssel für nützliche Schwarmintelligenz.“ Langfristig wollen beide Seiten den Raumbedarf des Autos in der Stadt reduzieren und die Fließgeschwindigkeit des Verkehrs erhöhen – und so den verfügbaren städtischen Raum effizient nutzen.

Fahrzeuge kommunizieren mit Ampeln

Mit seiner zentralen Lage im Ballungsraum Boston besitzt Somerville Vorbildcharakter für „Smart Cities“. Die Region ist nach dem Silicon Valley der am schnellsten wachsende Wirtschaftsraum Nordamerikas. In den kommenden Jahren wandelt sich der Union Square in Somerville zu einem prosperierenden Stadtzentrum. Audi unterstützt das Projekt am Union Square etwa mit dem Ampelphasenassistenten. Er erlaubt es den Fahrzeugen mit den Ampelanlagen zu kommunizieren – die Ampelphasen lassen sich so je nach dem Verkehrsaufkommen regeln.

Automatisiert ins Parkhaus

Das zweite Projekt im Stadtteil Assembly Row umfasst das pilotierte Parken. In einem neuen Parkhaus sollen Autos automatisiert einparken und so die Vorteile des Assistenten nutzen: Die Autos parken dichter und benötigen deutlich schmalere Fahrspuren in Parkhäusern, wo außerdem keine Fußwege, Treppen oder Aufzüge mehr notwendig sind. Parkhäuser fassen somit bei gleicher Fläche gut 60 Prozent mehr Autos. „Das Thema Parken ist für uns teuer und verbraucht enorm viel Platz“, sagt Chris Weilminster vom Immobilien-Entwickler Real Estate and Leasing FRT (Federal Realty Investment Trust), und fügt an: „Wenn wir Parkfläche reduzieren können, sinken die Kosten. Eine Flotte selbstparkender Autos kann am Beispiel Assembly Row theoretisch 100 Millionen US-Dollar sparen.“ Eine neue Zugverbindung soll es den Nutzern dann ermöglichen, vom neuen Parkhaus in nur sieben Minuten die Innenstadt von Boston zu erreichen – eine gute Alternative für Berufspendler.

(ID:43729878)