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Porsche 911 Carrera 4/4S Auf allen Vieren

| Redakteur: Jens Meiners

Nur wenige Wochen nach den heckgetriebenen Varianten stellt Porsche die Allradversion vor. Auch hier ist unter dem Blech viel geschehen, auch wenn sich die Form nur dezent verändert hat. Immerhin setzen sich die Allradvarianten nunmehr deutlicher vom Basismodell ab: Neben der hinten um 44 mm verbreiterten Karosserie verbindet ein roter Reflektorstreifen die Rückleuchten - ein klassisches 911-Designelement, das 1973 zum ersten Mal auftauchte.

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Wie schon beim Carrera und Carrera S bekommen auch die Allradvarianten zwei neukonstruierte Motoren mit 345 PS und 385 PS. Sie sind bei gleichem Hubraum von 3,6 Litern und 3,8 Litern kurzhubiger ausgelegt und damit noch agiler. Die Kraftstoffversorgung übernimmt eine Benzin-Direkteinspritzung. Und auch bei Carrera 4 und 4S ergänzt neben dem präzisen 6-Gang-Schaltgetriebe ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe das Angebot. Es ersetzt die bisher angebotene 6-Gang-Wandlerautomatik.

Das Doppelkupplungsgetriebe schaltet so schnell, dass sich der Sprint von 0 auf 100 km/h, der im Carrera 4S mit Schaltgetriebe 4,7 Sekunden dauert, auf 4,3 Sekunden verkürzt. Letztlich geht aber doch Leistung im DKG verloren: Die Spitze sinkt von 297 km/h auf 295 km/h.

Elektronik ersetzt Visco-Kupplung

Neu im Carrera 4 ist der Allradantrieb: Ein elektronisch gesteuertes System, das erstmals im 997 Turbo eingesetzt wurde, ersetzt das bisherige System mit Visco-Kupplung, das noch auf die Baureihe 993 zurückgeht. Zwar ist das neue System mit 3,0 kg Gewicht um 300 g schwerer als das alte, konkurrenzlos kleine System, und es ist nach Angaben von Porsche-Ingenieuren auch teurer in der Herstellung. Doch dafür ist es in der Leistung deutlich überlegen. Konnten bisher beim Carrera 4 höchstens 40 Prozent der Kraft nach vorne übertragen werden, so sind es nunmehr nach Bedarf bis zu 100 Prozent. Damit kann der 911 auf instabile Fahrsituationen deutlich schneller und präziser reagieren.

Carrera 4 und Carrera 4 S sind jeweils als Coupé und als Cabriolet lieferbar. Das 911-Thema wird weiter fortgeschrieben - demnächst auch wieder mit einer Targa-Variante, die auf dem Carrera 4 basiert.

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