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Mitsubishi Auf den Spuren Dacias

| Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy/Hartmut Hammer / Bernd Otterbach

Mitsubishi speckt seine Modell Outlander, Pajero und L 200 ab, um mit Kampfpreisen neue Kunden zu gewinnen.

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Den Verzicht auf bisher serienmäßige Funktionen wie zum Beispiel Allradantrieb oder Leichtmetallfelgen belohnt der japanische Hersteller mit bis zu 5.000 Euro Preisnachlass. Das Dacia-Prinzip lässt grüßen.

Mit dem Facelift des Outlander will Mitsubishi sein Crossover-Modell aus der SUV-Ecke herausholen und bei den Mittelklasse-Kombis Marktanteile räubern. Deshalb gibt es den Outlander jetzt auch mit Frontantrieb. Kombiniert mit dem Wegfall bisheriger Serienausstattungen wie etwa Leichtmetallfelgen und Radio kann man das neue Basismodell jetzt 5.000 Euro billiger anbieten. Mit 21.990 Euro ist der Outlander nicht nur deutlich billiger als die fast baugleichen Citroën C-Crosser (ab 31.750 Euro) und Peugeot 4007 (ab 34.250 Euro). Sondern auch im Segment der Kompakt-SUV und bei den Mittelklasse-Kombis a la Mondeo, oder Passat jeweils der Preisbrecher. 774 bis 1.691 Liter Ladevolumen und die Option auf eine dritte Sitzreihe lassen den abgespeckten Outlander im Wettbewerb gut mithalten.

Bivalente Motoren für den Outlander

Wer höhere Ansprüche stellt, erhält jetzt auch Varianten mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (in Verbindung mit dem PSA-2,2-Liter-Diesel), mit Bi-Xenon-Scheinwerfern, einer Berganfahrhilfe, LED-Blinkern im Außenspiegel sowie optischen Detailverbesserungen. Neu beim Outlander sind auch die bivalenten (Otto und Autogas) 2,0- und 2,4-Liter-Motoren. Das LPG-Umrüstkit ist für 1.890 Euro zuzüglich etwa 400 Euro Montagekosten nachträglich zu haben.

Praktischer Pajero

Beim Zugpferd Pajero hat Mitsubishi noch schärfer kalkuliert. Für ebenfalls 5.000 Euro weniger Basispreis muss man bei der neuen dreitürigen Basisversion praktisch nur auf die Leichtmetallfelgen und ein Radio verzichten. Der jetzt fehlende Tempomat, weniger Chrom-Dekorteile sowie nur unbeleuchtete Make-Up-Spiegel dürften den Pajero-Kunden egal sein. Sie nutzen ihn ohnehin fast ausschließlich als privates oder gewerbliches Zugfahrzeug. Ihnen ist der serienmäßige Allradantrieb, eine hohe Motorleistung sowie Anhängelast wichtiger.

Größere Ladefläche beim L 200

Ähnliche Ansprüche stellt auch die Klientel des Pickups L 200. Ihn bietet Mitsubishi neuerdings als Heckantrieb-Basismodell für 18.990 Euro (für Gewerbetreibende sind das netto 15.382 Euro) an, immerhin 3.500 Euro weniger als der Preis des bisherigen Allrad-Einstiegsmodells. Damit ist er – ähnlich wie Outlander und Pajero – das günstigste Angebot seiner Klasse. Wer mehr will, kann den Pickup wie bisher mit größerer Einzelkabine oder viertüriger Doppelkabine erwerben. Im Zuge des Facelifts wuchs die Ladefläche des Doppelkabinen-L 200 um 18 auf 150 Zentimeter Länge. Außerdem sind für den L200 jetzt ein neues Fünfgang-Automatikgetriebe, ein während der Fahrt zuschaltbarer Allradantrieb sowie ein Multifunktionslenkrad erhältlich.

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