Suchen

Personalie Auszeichnung für Dr. Peter Rieth

| Redakteur: Jens Scheiner

Dr. Peter Rieth (ehemals Continental) wurde von der Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid in Darmstadt mit dem Hessischen Verdienstorden am Bande ausgezeichnet.

Firma zum Thema

Dr. Rieth arbeitete über 31 Jahre lang auf dem Gebiet der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit und ist Inhaber von weit mehr als 100 Patenten weltweit.
Dr. Rieth arbeitete über 31 Jahre lang auf dem Gebiet der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit und ist Inhaber von weit mehr als 100 Patenten weltweit.
(Foto: Continental)

Dr. Rieth leitete bis Ende 2014 den Bereich Systems & Technology in der Division Chassis & Safety des internationalen Automobilzulieferers Continental. Seit Mitte der 1980er-Jahre hat Dr. Rieth die Entwicklung und Serieneinführung von Technologien im Bereich Fahrdynamik-Regelung und Fahrzeugsicherheit entscheidend vorangetrieben, indem er zum Beispiel die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC), den Brems- und Notbremsassistenten sowie Adaptive Cruise Control (Intelligenter Tempomat) maßgeblich mit entwickelt und in Serie eingeführt hat.

40 Prozent weniger Unfälle

Allein mit der Einführung der elektronischen Stabilitätskontrolle reduzierte sich die Zahl der fahrerbedingten Unfälle um 40 Prozent. Insgesamt ist durch Sicherheitstechnologien die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland von über 10.000 in den 1990er-Jahren auf unter 3.500 im Jahr 2014 gesunken. Das auf Dr. Rieth zurückgehende integrale Sicherheitssystem ContiGuard, das mit seiner Hilfe kontinuierlich weiterentwickelt wurde, integriert passive und aktive Sicherheitssysteme. Ziel ist es, Unfälle zu vermeiden oder die Unfallfolgen und Verletzungsrisiken für alle Verkehrsteilnehmer zu minimieren.

Kooperation mit der Wissenschaft

Der promovierte Maschinenbauer pflegte auch intensiven Kontakt zu Wissenschaft und Lehre: Seit 2002 arbeiten die Technische Universität (TU) Darmstadt und Continental unter der ehemaligen Leitung von Dr. Rieth in der interdisziplinären, mehrere Hochschulinstitute umfassenden Forschungskooperation Proreta zusammen. Ziel ist es, die Grundlagen für die Entwicklung zukünftiger Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme zu erforschen, welche Autofahrer vor Verkehrsunfällen bewahren. Im vergangenen Jahr wurde bereits das dritte Proreta-Projekt erfolgreich abgeschlossen. „Ich habe es immer als unsere unternehmerische Aufgabe angesehen, die Kooperation von universitärer Wissenschaft und Industrie stärker zu fördern und Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter möglichst früh an industrierelevante Entwicklungsaufgabenstellungen heranzuführen – immer mit dem Ziel, Continentals Vision vom unfallfreien Fahren wieder ein Stück näher zu kommen“, sagte Dr. Rieth.

Internationale Anerkennung

Dr. Rieth arbeitete auch in international bedeutenden Ausschüssen und Verbänden mit und ist weltweit als kompetenter Ansprechpartner im Bereich Fahrzeug- und Verkehrssicherheit bekannt. In Anerkennung seiner herausragenden Leistungen zur Verbesserung der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit wurde er bereits im Jahr 2005 von der US-amerikanischen Behörde für Verkehrssicherheit (National Highway Traffic Safety Administration, NHTSA) mit dem US Government Award for Safety Engineering Excellence ausgezeichnet.

(ID:43164789)