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Rheinmetall Autogeschäft bricht weg

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die Autoflaute hat Rheinmetall schwer getroffen. Im Schlussquartal 2008 brach der Umsatz in der Sparte um mehr als ein Viertel ein, woraufhin der Konzern sein Ergebnisziel im Gesamtjahr verfehlte.

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Das gut laufende zweite Standbein Rüstung konnte jedoch ein noch weiteres Abrutschen verhindern. Mit gepanzerten Fahrzeugen, Waffen und Munition verdiente Rheinmetall nach Angaben vom Mittwoch im vergangenen Jahr vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 194 Millionen Euro ein Fünftel mehr, dagegen ging das EBIT in der Autosparte um fast die Hälfte auf 62 Millionen Euro zurück. Zusammengenommen sank das operative Ergebnis den vorläufigen Zahlen zufolge von 270 auf 246 Millionen Euro.

Im Schlussquartal hatte sich die Situation auf dem Automarkt zusehends verschärft. Um 27 Prozent war der Umsatz in der Sparte vergleichen mit dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Im Gesamtjahr lag der Umsatzschwund in dem größeren der beiden Konzernteile bei 9 Prozent auf 2,055 Milliarden Euro.

Rüstungssparte floriert

Die Rüstungssparte bekam dagegen ungeachtet der Wirtschaftsflaute alleine von Oktober bis Dezember neue Aufträge im Wert von 600 Millionen Euro. Das Geschäft profitiert vom Umbau der Verteidigungsarmeen hin zu schnellen Eingreiftruppen. Rheinmetall rüstet unter anderen die Bundeswehr mit gepanzerten Transportern aus. Im Gesamtjahr verbesserte sich der Umsatz um 3 Prozent auf 1,814 Milliarden Euro. Die EBIT-Rendite sprang über die erst in zwei Jahren angepeilte 10-Prozent-Marke.

Investitionen werden zurückgefahren

Konzernweit schrumpfte der Umsatz indes um 3 Prozent auf 3,869 Milliarden Euro, das Vorsteuerergebnis gab von 213 auf 184 Millionen Euro nach. Mit einem harten Sparkurs steuert das Unternehmen gegen. Die Fixkosten sollen kräftig gesenkt werden, die Investitionen werden zurückgefahren. Rund die Hälfte der weltweit 11.700 Mitarbeiter der Auto-Sparte befindet sich derzeit in Kurzarbeit. Wie sich die Lage weiter entwickelt, wollte das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren. Ein Ausblick wird erst bei Vorlage der endgültigen Zahlen am 25. März erwartet.

dpa

(ID:288208)