Stimmungshoch Autoindustrie will wieder Jobs schaffen

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Der vom Münchner Ifo-Institut erhobene Stimmungsindikator für die Branche erreichte im Juli den höchsten Wert seit Sommer 2018. Das wirkt sich auch auf die Arbeitsplätze aus.

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In der Autoindustrie könnten wieder mehr Jobs entstehen.
In der Autoindustrie könnten wieder mehr Jobs entstehen.
(Bild: Audi)

Die deutsche Autoindustrie beurteilt ihre aktuelle Lage so gut wie seit drei Jahren nicht mehr. Der vom Münchner Ifo-Institut erhobene Stimmungsindikator für die Branche liegt für Juli bei 56,8 Punkten, wie die Wirtschaftsforscher am Dienstag (2.08.) mitteilten. Das sind 11,9 Punkte mehr als vor einem Monat und der höchste Wert seit Juli 2018. Die Erwartungen legten leicht auf plus 6,3 Punkte zu.

Die gute Stimmung schlägt sich auch bei den Jobs nieder. Erstmals seit Dezember 2018 wollen wieder mehr Unternehmen aus der Autoindustrie ihren Personalbestand ausweiten statt abbauen. Der Indikator stieg kräftig von minus 19,3 im Juni auf plus 5,2 im Juli.

Gute Geschäfte in Asien und den USA

Treiber der Erholung ist lauf Ifo-Forscher Oliver Falck vor allem die Nachfrage in Asien und den USA. Allerdings leide die Branche am Mangel an Vorprodukten. „Insbesondere die Engpässe bei den Halbleitern werden wohl noch eine Weile anhalten“, sagte Falck.

In der Automobilindustrie war die Stimmung bereits vor Corona schlechter geworden. Seit Mitte 2018 gab es einen deutlichen Abwärtstrend, der mit der Pandemie noch einmal kräftig zunahm. Seit dem Tiefpunkt im Frühjahr 2020 hat sich die Stimmung aber rapide erholt.

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