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Mobilität Automatisierte Shuttles in San José

| Autor: Thomas Günnel

Bosch und Daimler starten ab der zweiten Jahreshälfte 2019 einen Shuttle-Service mit automatisierten Fahrzeugen in Kalifornien, genauer: in San José am Südufer der San Francisco Bay.

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San José am Südufer der San Francisco Bay wird ab der zweiten Jahreshälfte 2019 Pilotstadt für den automatisierten Shuttle-Service von Bosch und Daimler.
San José am Südufer der San Francisco Bay wird ab der zweiten Jahreshälfte 2019 Pilotstadt für den automatisierten Shuttle-Service von Bosch und Daimler.
(Bild: Daimler)

Mit mehr als einer Million Einwohnern ist San José am Südufer der San Francisco Bay im Silicon Valley die drittgrößte Stadt des US-Bundesstaats Kalifornien. Der Automobilzulieferer Bosch und der Automobilhersteller Daimler starten hier in der zweiten Jahreshälfte 2019 die Erprobung eines App-basierten, vollautomatisierten und fahrerlosen – SAE Level 4/5 – Mitfahrservices, dem so genannten „Ride-Hailing“.

Beide Unternehmen wollen den Service mit automatisierten S-Klasse-Fahrzeugen ausgewählten Kunden zur Verfügung stellen. Das Testgebiet befindet sich entlang der Verkehrsader San Carlos Street/Stevens Creek Boulevard zwischen Stadtzentrum und West San José. Mit einem zu erwartenden Bevölkerungswachstum von 40 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte steht die Metropolregion vor großen Herausforderungen, auch im Straßenverkehr. Mit dem Pilotversuch will auch die Stadt lernen, wie sie künftig mit automatisiert fahrenden Fahrzeugen umgehen kann.

Test multimodaler Mobilitätsservices

Das Pilotprojekt soll zeigen, wie sich Mobilitätsservices wie Car-Sharing, Ride-Hailing und multimodale Plattformen – wie sie „Car2Go“, Mytaxi oder Moovel anbieten – intelligent verbinden lassen. Als Betreiber der Testflotte und des App-basierten Mobilitätsservices soll Daimler Mobility Services fungieren.

Eine Entwicklungskooperation zum vollautomatisierten und fahrerlosen Fahren unterhalten beide Partner bereits seit April 2017 und finanzieren sie zu gleichen Teilen. Die Plattform für den Steuergeräteverbund und die Algorithmen der künstlichen Intelligenz in den Fahrzeugen liefert das US-Technologieunternehmen Nvidia, die Algorithmen entstehen bei Daimler und Bosch.

Europaweite Teststrecken

Automatisierte Fahrzeuge finden sich bereits häufiger auch in Deutschland im öffentlichen Straßenverkehr – auf dafür vorgesehenen Teststrecken. So sind seit September 2015 rund 140 Kilometer der Autobahn A9 in Bayern für Tests freigegeben und mit neuen Verkehrsschildern ausgestattet, die von den Kameras der automatisierten Fahrzeuge erkannt werden.

Im bayrischen Bad Birnbach nutzt die Deutsche Bahn seit April 2017 den ersten autonomen Linienverkehrsbus. Ende 2018 will die Sylter Verkehrsgesellschaft einen autonomen Kleinbus in ihre Flotte aufnehmen, der voraussichtlich in Keitum fahren soll. In weiteren Bundesländern und europaweit entstehen ebenfalls Teststrecken.

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Über den Autor

 Thomas Günnel

Thomas Günnel

Redakteur/Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE