Patentanmeldungen

Automobilbranche ist erfinderisch

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Schwäbische Patentschmiede: Bosch hat auch 2013 die meisten Anträge beim Deutschen Patentamt eingereicht.
Schwäbische Patentschmiede: Bosch hat auch 2013 die meisten Anträge beim Deutschen Patentamt eingereicht. (Foto: Bosch)

Automobilhersteller und -zulieferer zählen zu den innovativsten Unternehmen. Das haben sie durch ihre Anmeldungen beim Deutschen Patentamt im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt.

Im vergangenen Jahr hat die Automobilbranche ihre Innovationskraft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Unter den zehn aktivsten Unternehmen sind fast ausschließlich Automobilhersteller und Zulieferer. Lediglich Siemens bildet eine Ausnahme: Der Mischkonzern ist mit 1.784 Patentanmeldungen im vergangenen Jahr auf dem vierten Platz gelandet.

Wie im Vorjahr dominiert Robert Bosch auch 2013 das Ranking. Der Stuttgarter Technologiekonzern, der sein Geld überwiegend als Automobilzulieferer verdient, ist mit 4.144 Anmeldungen unangefochtener Spitzenreiter. Auf dem zweiten Platz folgt Schaeffler Technologies mit etwa halb so vielen Anmeldungen. Erst auf dem dritten Platz folgt der erste Hersteller: Daimler meldete 1.854 Patente an. Als nächster Automobilhersteller kommt GM Global Technology Operation auf Rang fünf. Große Zuwächse verbuchten BMW (+42,6 %) und die Audi AG (+30,5 %). Ford Global Technologies auf Platz sieben konnte seine Anmeldungen sogar mehr als verdoppeln.

Die Zahl der Patentanmeldungen im Bereich der allgemeinen Fahrzeugtechnik ist seit Jahren eine der höchsten in der Patentstatistik. Aufgrund der Einführung neuer Abgasnormen konzentrieren sich viele Anmeldungen auf die Optimierung der Abgastechniken sowie auf die Verbesserung der Energieeffizienz der verschiedenen Antriebssysteme.

Patente für neue Ideen zum Verbrennungsmotor dominierten im vergangenen Jahr die Antriebstechnologien. Insgesamt reichten die Hersteller und Zulieferer 3.888 Anmeldungen zur Fortentwicklung des Verbrennungsmotors ein. Mit 1.781 kam nahezu die Hälfte der Anträge von deutschen Unternehmen.

Auch bei den Hybridantrieben dominiert die deutsche Industrie. Von den insgesamt 2.655 Anmeldungen kamen mit 1.072 Anträgen rund 40 Prozent von deutschen Unternehmen. Jede vierte Anmeldung stellt ein japanischer Hersteller oder Zulieferer, und jeweils knapp ein Sechstel der Anträge stammt von einem koreanischen oder US-amerikanischen Unternehmen.

Wesentlich geringer sind die Anmeldungen bei der viel gepriesenen Zukunftstechnologie Elektroantriebe. Insgesamt erreichten das Deutsche Patent- und Markenamt 405 Anträge, davon kamen 139 Anträge von deutschen Unternehmen. Mit 113 Anträgen folgen die japanischen Wettbewerber nur knapp dahinter.

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