Supersportwagen Automobili Estrema Fulminea: Elektrischer Irrsinn

Autor / Redakteur: Jens Meiners/Ampnet / Thomas Günnel

Wem der Bugatti Chiron nicht agil genug ist, der kann jetzt ausweichen: Automobili Estrema hat den elektrisch angetriebenen Fulminea vorgestellt. Die Systemleistung beträgt 1.500 Kilowatt.

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Der Fulminea: 1.500 Kilowatt Leistung, zwei Sekunden von 0 auf 100 – und unbezahlbar.
Der Fulminea: 1.500 Kilowatt Leistung, zwei Sekunden von 0 auf 100 – und unbezahlbar.
(Bild: Automobili Estrema)

Mehr geht gerade nicht: Mit 1,5 Megawatt, respektive 2040 PS, tritt der Fulminea an: ein vollelektrischer Supersportwagen der erst 2020 gegründeten italienischen Manufaktur Automobili Estrema. In einer aus dem Automuseum Turin übertragenen digitalen Pressekonferenz erläuterten Firmenchef Gianfranco Pizzuto und Geschäftsführer Roberto Olivo ihre Pläne.

Der für die zweite Jahreshälfte 2023 angekündigte Zweisitzer wird 1.961.000 Euro kosten und soll in exakt 61 Einheiten gebaut werden. Dies sei sein Geburtsjahr und seine Glückszahl, erläutert Pizzuto. Der Clou des Fulminea ist die Batterietechnik: Das Auto verfügt über ein „hybrides“ Batteriesystem mit Feststoff-Zellen und sogenannten Ultra-Kondensatoren.

Trotz einer Reichweite von 520 Kilometern im WLTP-Zyklus sollen die 100 Kilowattstunden fassenden Akkus weniger als 300 Kilogramm auf die Waage bringen, das gesamte Fahrzeug 1.500 Kilogramm.

Die Energiedichte gibt der Hersteller mit 450 Wh/kg an. Außerdem soll das Batteriesystem „extrem sicher“ sein, weil es – im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Akkus – nicht brennbar sei.

Atemberaubende Fahrleistungen

Die Fahrleistungen des viermotorigen Allradlers können sich jedenfalls sehen lassen: Der Spurt von 0 auf 100 km/h dauert rund zwei Sekunden, 320 km/h erreicht das Auto in zehn Sekunden. Und bei rund 350 km/h soll der Fulminea elektronisch abgeregelt werden.

An einer Rekordjagd nach Rundenzeiten oder Höchstgeschwindigkeit wolle man sich, so Geschäftsführer Olivo, nicht beteiligen. Dafür gibt es innovative Elemente, zum Beispiel futuristische Beleuchtungselemente oder ein verstecktes Öffnungssystem, dessen Funktion nur dem Eigner bekannt sein wird.

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Auf Messen und Großevents will die in Meran ansässige Firma verzichten. Firmenchef Pizzuto traut sich zu, auch ohne derartige teure Präsenzveranstaltungen 20 Autos pro Jahr zu verkaufen. Gezeichnet wurde der Fulminea vom Designer Alexander Klatt, der einst beim US-Hersteller Fisker gearbeitet hat. Gianfranco Pizzuto war einer der Initial-Investoren der Firma.

Der Fulminea ist zugleich Aushängeschild für eine Batterie-„Gigafactory“ – und soll nicht das einzige Modell der Marke bleiben: „Wir lieben Autos, und es wird eine weitere Baureihe geben“, kündigt Roberto Olivo an.

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