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Parrot Autoradio mit Android-Betriebssystem

| Autor / Redakteur: Franz Graser / Bernd Otterbach

Der französische Gadget-Hersteller Parrot bringt ein Multimedia-Center mit dem Formfaktor eines Autoradios auf den Markt. Als Betriebssystem fungiert Android.

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Im vergangenen Jahr machte die Pariser mit einem Linux-basierten Quadrokopter auf sich aufmerksam, der per WLAN über ein Smartphone ferngesteuert werden konnte. Etwas konventioneller nimmt sich dagegen das Autoradio mit dem Namen Asteroid aus. Das Gerät verfügt über den gewohnten UKW- und Mittelwellenempfang, kann aber noch eine ganze Menge mehr und stellt somit ein veritables In-Vehicle-Infortainment-System (IVI) dar.

Das Radio ist GPS- und Bluetooth-fähig, optional ist auch Zugang zu 3G-Funknetzen möglich. Das Gerät verfügt über mehrere USB-Anschlüsse sowie einen Slot für eine SD-Speicherkarte und ist in der Lage, Musiktitel oder Hörbücher abzuspielen, die auf iPods, iPhones oder Speicherkarten abgelegt sind. Wenn Zugriff auf 3G-Funknetze besteht, können auch Internet-Radiosender empfangen werden.

Spracherkennung an Bord

Ein großer Drehknopf auf der abnehmbaren Frontblende dient als wichtigstes Eingabegerät, allerdings beherrscht das Radio auch Spracherkennung. Fahrer oder Beifahrer können zum Beispiel durch Spracheingabe einen bestimmten Musiktitel auswählen. Der jeweilige Titel wird dann über alle angeschlossenen Speichermedien gesucht.

Darüber hinaus stellt das Asteroid noch ortsbezogene Anwendungen zur Verfügung, so zum Beispiel eine GPS-gestützte Wettervorhersage für das Gebiet, in dem das Auto unterwegs ist, oder einen interaktiven Reiseführer. Eine Turn-by-Turn-Navigation ist noch nicht offiziell angekündigt. Die Frage ist hier, ob Parrot ein selbst entwickeltes Konkurrenzprodukt zu Googles Navigationslösung anbieten will, die in Android-Geräten standardmäßig enthalten ist.

Ab Oktober auf dem Markt

Darüber hinaus soll eine Social-Media-Applikation namens Wikango auf dem Gerät installiert sein, mit der sich Autofahrer gegenseitig vor Radarfallen warnen können. Über den verbauten Prozessor und die installierte Android-Variante hat sich Parrot noch nicht geäußert. Das Gerät soll im Oktober auf den Markt kommen und etwa 350 Dollar kosten.

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