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Edscha Autozulieferer Edscha ist insolvent

| Redakteur: Gerd Steiler

Der Remscheider Automobilzulieferer hat Insolvenzantrag beim Amtsgericht Wuppertal gestellt. Krisengespräche mit Banken, Kunden und Landesregierungen blieben ohne Erfolg. Dies berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Informationen aus Verhandlungskreisen. Ursache der Insolvenz ist ein dramatischer Umsatzeinbruch als Folge der internationalen Krise der Automobilindustrie.

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Den Angaben zufolge war der Umsatz von Edschas im Geschäftsjahr 2008 um rund die Hälfte geschrumpft. Edscha produziert mit insgesamt 5.800 Beschäftigten an 29 Standorten weltweit Faltdächer und Türscharniere für eine Reihe von Autoherstellern. In Deutschland hat das Unternehmen neben dem Hauptsitz Remscheid weitere Werke in Hengersberg, Hauzenberg und Regensburg mit zusammen 2.300 Beschäftigten. Um Kosten zu senken, hat das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr mehr als 700 Beschäftigte entlassen.

Eigentümer von Edscha ist die US-amerikanische Private-Equity-Firma Carlyle. Sie hatte das Unternehmen im Jahr 2003 für rund 185 Millionen Euro gekauft. Unter der Führung von Carlyle habe das Unternehmen den Jahresumsatz um ein Drittel bis auf 1,1 Milliarden Euro gesteigert.

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