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Nissan Juke B-Crossover besetzt neues Segment

| Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Nach positiven ersten Reaktionen der Kunden erwartet Nissan im kommenden Jahr rund 13.000 Verkäufe des B-Crossover Juke. Mit dem neuen Modell will der Importeur 80 Prozent Neukunden gewinnen.

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Nissan ergänzt seine Crossover-Familie mit dem Juke im B-Segment. Das neue Modell im B-Segment geht am 9. Oktober in den Verkauf. Bisher scheint das Fahrzeug im Markt gut anzukommen, rund 15.000 Vorreservierungen hat Nissan Europe in den vergangenen drei Wochen gezählt. Derzeit hat der Importeur als Crossover den zuletzt sehr erfolgreichen Qashqai sowie den Murrano im Angebot.

80 Prozent Neukunden werde der Juke für Nissan erreichen, ist Marketingchef Guillaume Langle überzeugt. Zur Europapräsentation des Modells am Montag in Frankfurt sagte er, Nissan plane in Deutschland für das kommende Jahr rund 12.500 Verkäufe. In diesem Jahr sollen es noch 2.300 Einheiten sein. Aufgrund der positiven Reaktionen der Kunden denke der Importeur inzwischen sogar über eine Erhöhung der Planzahlen nach.

Dennoch bereitet die Absatzplanung noch Kopfzerbrechen. Sie sei extrem schwierig, so Langle, da der Nissan Juke als B-Crossover ein neues Marktsegment eröffne. Preislich ist er mit rund 17.000 Euro für die Einstiegsversion zwischen dem Mini Clubman einerseits und den klassischen B-Segment-Vertretern wie Kia Soul, Peugeot 207 oder Cross Polo positioniert. „Wir wollen Kunden ansprechen, denen die klassische Formensprache im B-Segment nicht mehr ausreicht, denen aber ein Mini zu teuer wäre“, sagte Langle im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«.

Urbane, männliche Neukunden

Als Zielgruppe fokussiert Nissan 30- bis 35-jährige männliche Singles im urbanen Umfeld, die freizeitorientiert sind und den Wunsch nach automobiler Differenzierung hegen. Internen Marktanalysen zufolge sollen rund 60 Prozent der Juke-Käufer aus dem B-Segment kommen, 40 Prozent aus dem C-Segment. Die Gefahr einer Kannibalisierung, etwa des Qashqai, ebenfalls ein Crossover, sieht Langle nicht. Speziell der Qashqai spreche Kunden, die praktisch-rational orientiert sind und eher auf Platz im Innen- und Kofferraum Wert legen.

Mehr Klarheit über die Position des Juke wird die Markteinführung in Deutschland geben, die von einem Tag der offenen Tür bei den Händlern begleitet werden soll. Schon jetzt bewirbt der Importeur allerdings das neue Modell in Werbespots. Auf jeden Fall soll der Juke beitragen, den Marktanteil von Nissan im kommenden Jahr zu erhöhen. Derzeit geht der Importeur von 66.500 Verkäufen im kommenden Jahr aus. Das wäre bei einem „Normalmarkt“ von drei Millionen Neuzulassungen ein Marktanteil von 2,2 bis 2,3 Prozent.

Kombination aus SUV und Coupé

Im Design verbindet der Juke die Formensprache eines SUV - große Felgen, breite Reifen, 180 Millimeter Bodenfreiheit - mit der sportlichen Linienführung eines Coupé. Neben dem nach hinten abfallenden Dach unterstützen die nur auf den zweiten Blick sichtbaren Fondstüren diesen Eindruck. „Der Juke ist geräumig und dennoch kompakt, robust und zugleich dynamisch sowie praktisch wie spielerisch“, umschreiben die Marketingstrategen des Importeurs sein Auftreten.

Die Motorisierung erfüllt jedenfalls den sportlichen Anspruch. Das stärkste Aggregat ist der neu entwickelte, 190 PS starke 1,6 Liter Ottomotor mit Direkteinspritzung und Turboaufladung (DIG-T). Seine Leistung entspricht der eines 2,5 Liter Saugmotors, der Verbrauch liegt Nissan zufolge bei 6,9 Litern beim manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe und 7,6 Liter beim CVT-Getriebe.

Sportliches Interieur

Von der sportlichen Seite zeigt sich auch das Interieur. Große Rundinstrumente hinter dem Lenkrad geben übersichtlich Auskunft über die dynamischen Grunddaten des Fahrzeugs. Eine erhöhte Mittelkonsole setzt den Schaltknüppel unübersehbar in Szene. Darüber sitzt ein Kontroll-Terminal, über das der Fahrer die fahrdynamische Parameter verändert.

Ihm stehen die drei Fahrprogramme „Normal“, „Sport“ und „Eco“ zur Wahl, über die die Drosselklappenstellung, die Schaltpunkte des CVT-Getriebes, die Lenkkraftunterstützung den Fahrbedingungen angepasst werden können. Im „Sport“-Modus werden die einzelnen Gänge höher ausgedreht und das Ansprechverhalten des Motors „spitzer“. Im „Eco“-Modus hingegen werden die Gänge zugunsten eines verringerten Verbrauchs früher gewechselt.

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