China Market Insider Baidus Apollo-Technik: Erste kommerzielle Dienste gestartet

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Lena Straßberger

„Chinas Google“ startet einen Fahrdienst mit autonomen Shuttles und Robotaxis in der Stadt Guangzhou. Kann Baidu mit seiner Technik endlich Geld verdienen?

Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet »Automobil Industrie« regelmäßig über den chinesischen Automobilmarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet »Automobil Industrie« regelmäßig über den chinesischen Automobilmarkt.
(Bild: Jan Becke/stock.adobe.com)

Der chinesische Internetkonzern Baidu macht Fortschritte bei der Kommerzialisierung seiner Technik des autonomen Fahrens. Mit der Hilfe von Großbestellungen chinesischer Kommunen setzt sich „Chinas Google“ gerade an die Spitze aller Anbieter im Bereich fahrerloses Fahren. Das von Baidus Konzern-PR etwas großspurig als „Mehrzweckplattform für MaaS“ (Mobility as a Service) angekündigte Projekt in Guangzhou besteht aus insgesamt 40 Fahrzeugen fünf verschiedener Arten: Robotaxis der Marke FAW Hongqi, „Apolong“-Shuttle-Bussen für den kommunalen Nahverkehr, „King Long“-Robobussen für Touristen, fahrerlosen Polizeiautos namens „Apollocop“, und einer Reihe von fahrerlosen Spezialfahrzeugen zur Straßenreinigung, zur Desinfektion und sogar zum vollautomatischen Verkauf von Snacks.

Das Apollo-Geschäft mit dem intelligenten Fahren steht vor einer explosiven Periode der Kommerzialisierung.

Fahrzeuge über Apps bestellbar

Bewohner von Guangzhou können sich ab jetzt eines der Fahrzeuge über zwei verschiedene Apps von ihrem Smartphone aus bestellen – über „Baidu Maps“ oder einer App namens „Apollo Go“. Für Baidu, das seit Jahren heftig in Forschung & Entwicklung für autonomes Fahren investiert, ist der Auftrag des Bezirks Huangpu mit einem Volumen von 460 Millionen Yuan (etwa 60 Millionen Euro) ein kleiner, möglicherweise aber zukunftsweisender Schritt in Richtung Kommerzialisierung seiner Technik.