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Polytec Bank genehmigt Rettungsplan

| Redakteur: Thomas Weber

Der oberösterreichische Zulieferer, der sich bei der Übernahme der deutschen Peguform im vergangenen Jahr finanziell übernommen hatte, scheint gerettet.

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Polytec ist offenbar gerettet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA hat die Raiffeisen-Landesbank (RLB)-Oberösterreich am gestrigen Montag eine in der vergangenen Woche ausgehandelte Grundsatzeinigung zwischen den Banken und dem oberösterreichischen Zulieferer, der sich bei der Übernahme der deutschen Peguform im letzten Jahr finanziell verhoben hatte, gebilligt. „Wir sind froh, dass damit der Fortbestand der Unternehmen und der Arbeitsplätze gesichert ist“», erklärte RLB-Oberösterreich-Chef Ludwig Scharinger in einer offiziellen Mitteilung.

Nach einem Bericht der Wiener Zeitung „Der Standard“ hatten die Banken den Zulieferer in der vergangenen Woche nach zähen Verhandlungen vor der Pleite bewahrt. Polytec hatte sich im letzten Herbst mit dem Kauf der zweimal so großen deutschen Peguform um mehr als 200 Millionen Euro übernommen. Als Teil des Rettungsplans wurde die Teilung des Unternehmens beschlossen, und die Gläubigerbanken verzichten auf einen Teil ihrer Forderungen, berichtete „Der Standard“.

Dem beschlossenen Plan zufolge wird Peguform aus dem Unternehmen herausgelöst und von Stefan Pierers Cross Industries Holding fortgeführt. Im Gegenzug verzichteten die Banken auf 40 Prozent ihrer Forderungen, wobei eine Besserungsklausel vereinbart worden sei. Ein Bankenkonsortium unter Führung der Bank Austria für die österreichischen Institute und der WestLB für die Deutschen werde Peguform weiter finanzieren. Dafür zieht sich KTM-Chef und -Aktionär Pierer, der bisher rund 20 Prozent an Polytec hielt, aus dem Unternehmen zurück. Dieses bleibt unter den Fittichen der RLB-Oberösterreich, die es weiterfinanziert.

dpa

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