Elektromobilität BASF entwickelt Batteriezellwerkstoffe für Porsche

| Aktualisiert am 21.07.2021Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Sven Prawitz

Das Porsche-Tochterunternehmen Cellforce wählt BASF als exklusiven Lieferanten für Kathodenmaterial. Mit den Produkten sollen jährlich hunderte Hochleistungsfahrzeuge ausgestattet werden.

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BASF entwickelt für Porsche Kathodenmaterial (vorne). Auch die Vorprodukte stellt der Chemiekonzern selbst her: hinten v. l. Kathodenmaterialvorprodukte sowie weißes Lithiumcarbonat.
BASF entwickelt für Porsche Kathodenmaterial (vorne). Auch die Vorprodukte stellt der Chemiekonzern selbst her: hinten v. l. Kathodenmaterialvorprodukte sowie weißes Lithiumcarbonat.
(Bild: BASF)

Die BASF liefert Cellforce in Tübingen hochenergetische Nickel-Kobalt-Manganoxid-Kathodenmaterialien für Hochleistungsbatteriezellen. Einer gemeinsamen Presseerklärung von Porsche und der BASF zufolge kann der Chemiekonzern mit seinen Anlagen für Vorprodukte für Kathodenmaterialien im finnischen Harjavalta sowie für Kathodenmaterialien in Schwarzheide, Brandenburg, ab dem kommenden Jahr Batteriematerialien „mit einer herausragenden Nachhaltigkeitsbilanz“ anbieten.

Cellforce, deren Mehrheitseigner Porsche ist, fertigt damit Batterien, die ein schnelles Laden und eine hohe Energiedichte ermöglichen sollen. Eine entsprechende Anlage soll 2024 mit einer Anfangskapazität von mindestens 100 MWh pro Jahr in Tübingen in Betrieb gehen. Jährlich sollen zunächst Batterien für rund 1.000 Motorsport- und Hochleistungsfahrzeuge hergestellt werden.

Recycling von Abfällen wird erprobt

Die Produktionsabfälle aus der zukünftigen Batterieproduktion in Schwaben sollen in der BASF-Prototyp-Anlage für Batterie-Recycling in Schwarzheide recycelt werden. Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan werden dabei in einem hydrometallurgischen Prozess recycelt und wieder in den Produktionsprozess für Kathodenmaterialien eingebracht.

„Die Kathodenmaterialien zeigen von Beginn sehr hohe Zyklenstabilitäten und sind besonders gut schnellladefähig“, wird Cellforce-Chef Markus Gräf in der Mitteilung zitiert. „Die BASF bringt sich zudem mit großem Engagement ein, die Kathodenmaterialien auf die Anforderungen der nächsten Generation von Siliziumanoden anzupassen.“

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