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ALPS Batterieloses Kontrollsystem für Reifendruck

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Mit dem batterielosen Reifendruck-Kontrollsystem TPMS will ALPS die Technologie zur Überwachung des Luftdrucks und der Temperatur in Kraftfahrzeugreifen revolutionieren.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Mit dem batterielosen Reifendruck-Kontrollsystem TPMS (Tire Pressure Monitoring System) will ALPS die Technologie zur Überwachung des Luftdrucks und der Temperatur in Kraftfahrzeugreifen revolutionieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen mit Batteriestromversorgung nutzt die von der deutschen Firma IQ-mobil, Wolfratshausen, entwickelte Sensortechnologie in Funkwellen enthaltene Energie.

Ein zentraler Transceiver erzeugt diese Funkwellen, indem er auf dem ISM-Band (2,45 GHz) über eine Antenne eine Anfrage an den jeweiligen Transponder im Innern des Reifens schickt. Die Energie dieses Funksignals reicht aus, dass der Transponder die Informationen über den Luftdruck via Antenne an den Transceiver übermitteln kann.

Der Transceiver schickt die Daten dann über den in der Automobilindustrie weit verbreiteten CAN-Bus an den Hauptrechner des Kraftfahrzeugs. Der Vorteil dieser Technologie: Die Sensoren werden einfacher, kompakter und sind leichter zu integrieren. Ein Transponder des TPMS-Systems soll nur noch etwa sechs Gramm wiegen und damit sehr geringen Auswirkungen auf den Rundlauf eines Rades besitzen.

TPMS erfordert im Gegensatz zu seinen Vorläufern keine speziellen Aufnahmen an der Rädern mehr. Außerdem kann die Lebensdauer der Batterie die Funktion des Überwachungssystems nicht mehr beeinflussen. TPMS arbeitet nach Unternehmensangaben im Temperaturbereich von -40 bis 170 Grad Celsius und bei Geschwindigkeiten bis zu 330 km/h fehlerfrei.

Die übrigen Bauteile des Systems sollen wie die Transponder sehr kompakt gehalten werden: Die Antenne, über die der Transponder mit dem Transceiver kommuniziert, misst 40x60x15 Millimeter, der zentrale Transceiver 86 x 64 x 32 Millimeter. Die Serienreife für die Massenproduktion und erste Samples erwartet ALPS etwa im Juni 2004.

Bis 2008 will die japanische Firma in Furukawa, Japan, 200.000 Einheiten monatlich produzieren, wobei eine Einheit dem für die Ausrüstung eines Fahrzeugs notwendigen Equipment entspricht: 4 Transponder, 4 Antennen und ein Transceiver.