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Wirtschaftsnetzwerk Bayern Innovativ forciert Konzept Open Innovation

| Autor / Redakteur: Peter Voigt / Christian Otto

Bayern Innovativ hat sich dem Konzept verschrieben, bayerische Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Ideen erfolgversprechend in den Markt zu begleiten. Unter der Leitung des Geschäftsführers Prof. Dr. Werner Klaffke setzt die Gesellschaft dabei nun verstärkt auf den Open Innovation Prozess.

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Prof. Dr. Werner Klaffke, Geschäftsführer Bayern Innovativ: „Das Ergebnis von Open Innovation ist mehr als die Summe der Teile.“
Prof. Dr. Werner Klaffke, Geschäftsführer Bayern Innovativ: „Das Ergebnis von Open Innovation ist mehr als die Summe der Teile.“
(Foto: Bayern Innovativ GmbH)

Die Bayern Innovativ GmbH fördert das Prinzip, die Innovationskraft von Unternehmen durch die Öffnung des Entwicklungsprozesses und die konsequente Einbindung externer Expertisen zu stärken. „Die Ideen kommen zu einem hohen Teil von außen. Gerade Quervernetzung und Querdenken eröffnet neue Ideen, Produkte und technische Lösungen.“, erläutert Bayern Innovativ-Chef Klaffke. Es gelte, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aufzumuntern, sich für neue Wertschöpfungsketten zu öffnen. Dadurch sollen sie sich schließlich als „first mover“ etablieren. Durch ihre so erreichte Pionierrolle könnten sie höhere Marktanteile und Margen erzielen.

Die Herausforderungen, die sich Unternehmen beim Betreten von Neuland ergeben, lassen sich heute allerdings nur noch in den seltensten Fällen mit herkömmlichen Mitteln intern lösen. In vielen Branchen überfordern die für die Durchsetzung von Innovationen notwendigen Investitionen und Vorleistungen zudem die Ressourcen der einzelnen Akteure.

Angst vor Wissensabfluss

Großunternehmen können sich eigene Expertise und Dienstleister für das Knowledge-Brokering, das heißt die Wissensvermittlung, leisten. Vor allem KMUhaben aber oft große Schwierigkeiten, geeignete Partner für innovative Produktentwicklungen zu finden und entsprechende Förderprogramme zu identifizieren. Zudem ist hier die Angst vor einem Abfluss von Wissen häufig noch stark ausgeprägt. Bei ihnen gründet sich das Geschäft nämlich meist auf eine überschaubare Technologiebasis, die im Laufe der Jahre sorgsam optimiert wurde.

Open Innovation – ein im Jahr 2003 von dem Wirtschaftswissenschaftler Henry Chesborough erstmals beschriebenes Prinzip – drängt auf maximale Durchlässigkeit bei jeder Stufe der Produktentwicklung. Die Einbindung anderer Anbieter, Zulieferer oder Kunden führt schneller zum Ziel und ermöglicht gleichzeitig die Risiken für den Einzelnen zu minimieren.

Netzwerke zum Austausch

Ein Unternehmen, das sich diesem System erfolgreich verschrieben hat, ist die CGTEC GmbH für Innovative Faserverbund Technologie. Der Schlüssel für den Erfolg, so Geschäftsführer Oliver Kipf, liegt in der „Innovation durch Kooperation“. CGTEC praktiziert dies im Cluster Neue Werkstoffe, einem von Bayern Innovativ ins Leben gerufenem Netzwerk.

Was im Kleinen gilt, gilt hier ebenso im Großen. Auch Dr. Klaus Probst, Vorstandsvorsitzender der weltweit tätigen Nürnberger Leoni AG, bekennt: „Ich sehe Bayern Innovativ als einen klaren Wettbewerbsvorteil, denn ein wesentlicher Teil unseres Know-hows entsteht in Deutschland und schwerpunktmäßig in Nordbayern.“

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