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Antrieb Bericht zur Biodieselqualität 2018 veröffentlicht

Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Welche Qualität hatte der Biodiesel im vergangenen Jahr? Die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel (AGQM) hat das in ihrem jetzt veröffentlichten Qualitätsbericht vorgestellt.

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Die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel hat den Qualitätsbericht von 2018 veröffentlicht.
Die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel hat den Qualitätsbericht von 2018 veröffentlicht.
(Bild: Aral)

Die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel (AGQM) führt regelmäßig unangekündigte Beprobungen bei Herstellern von Biodiesel und Lagerbetreibern durch. Jetzt hat die AGQM den Qualitätsbericht für das vergangene Jahr veröffentlicht. Im Jahr 2018 hat die AGQM demnach drei ordentliche unangekündigte Beprobungskampagnen bei ihren Mitgliedern durchgeführt, in denen 54 Proben genommen wurden.

Weitere 16 Proben nahm die Arbeitsgemeinschaft nach eigenen Angaben bei den Mitgliedern, bei denen in einer Hauptkampagne Grenzwertverletzungen festgestellt wurden. Bei den insgesamt erhobenen 1.260 Analysewerten wurden laut AGQM 26 Grenzwertverletzungen festgestellt, von denen 17 innerhalb der Präzision der Messmethode lagen.

Viele Grenzwertverletzungen in den Sommermonaten

Auffällig sei, dass in den Sommermonaten besonders viele Grenzwertverletzungen auftraten. Die langanhaltenden sehr hohen Temperaturen könnten einen Einfluss auf die Produktions- und Lagerbedingungen gehabt haben. Allerdings sei auch das schwierige Marktumfeld in 2018 mit günstigen Biodieselimporten aus Argentinien und Indonesien zu berücksichtigen. Denn das könnte die Produzenten gezwungen haben, vermehrt im Grenzbereich der Wirtschaftlichkeit zu produzieren. Trotz der außergewöhnlichen Herausforderungen sei es den Produzenten auch in 2018 gelungen, eine hohe Biodieselqualität zu gewährleisten.

Parameter für Abgasnachbehandlung

Positiv hervorzuheben seien die Ergebnisse für die Parameter, die die Automobilindustrie als besonders kritisch für die Abgasnachbehandlung einstuft. Für die Alkalimetalle Natrium und Kalium liege der Durchschnittswert bei 0,8 mg/kg, für die Erdalkalimetalle Magnesium und Calcium sogar bei 0,1 mg/kg (Grenzwert Na+K / Mg+Ca max. 5 mg/kg). Der Durchschnittswert für den Phosphorgehalt liege bei 0,5 mg/kg (Grenzwert max. 4 mg/kg).

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