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Beru Beru weitet Dieselgeschäft mit Renault-Nissan aus

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Der Automobilzulieferer wird die neue Generation der Dieselmotoren als Alleinlieferant mit Glühkerzen zum emissionsarmen Kaltstart ausrüsten.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Beru AG weitet das Dieselgeschäft mit den französischen Herstellern aus. Der Automobilzulieferer wird die neue Generation der 4-Zylinder und der 6-Zylinder Dieselmotoren von Renault und Nissan als Alleinlieferant mit Glühkerzen zum emissionsarmen Kaltstart des Dieselmotors ausrüsten.

Nachdem das Unternehmen bereits im Frühjahr dieses Jahres die Lieferbeziehungen mit PSA ausgeweitet hat, werden die Ludwigsburger ab 2005 auch Renault-Nissan verstärkt beliefern. Nach dem Hochlaufen des neuen 4-Zylinder Aggregats sollen etwa zwei Millionen Glühkerzen jährlich für diesen Motortyp gefertigt werden.

Die französischen Automobilhersteller zählen mit zu den treibenden Kräften, des seit Mitte der neunziger Jahre einsetzenden Dieselbooms in Europa. Hier werden mittlerweile über 42 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge mit Dieselmotoren ausgerüstet. Im größten Automobilmarkt Europas, Deutschland, lag der Dieselanteil 2002 noch bei unterdurchschnittlichen 39 Prozent.

Der Ludwigsburger Mittelständler erwirtschaftete im Kerngeschäftsfeld Dieselkaltstarttechnologie mehr als 50 Prozent des Konzernjahresumsatzes von 303,1 Millionen Euro und zählt mit einem Weltmarktanteil von über 40 Prozent sowohl in Europa wie auch in den USA zu den führenden Herstellern von Glühkerzen und Dieselschnellstartsystemen für Dieselmotoren.

Als Bestätigung der eingeschlagenen Nischenpolitik versteht der Vorstandsvorsitzende der Beru AG Marco von Maltzan den Neuauftrag: "Die Dieselkaltstarttechnologie bildet bei uns trotz der Anläufe zahlreicher neuer Produkte in der Elektronik und Sensorik das Rückgrat des Unternehmens. Dass wir neben steigenden Anteilen bei Renault auch mit der Nissan-Seite verstärkt zusammenarbeiten werden, freut uns natürlich besonders auch im Hinblick auf die zukünftige Erschließung neuer Dieselmärkte in den USA und Asien."