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Mann+Hummel Beschäftigungssicherung bis Mitte 2015

| Redakteur: Bernd Otterbach

Nach Ablauf der geltenden Arbeitsplatzgarantie haben sich Vertreter der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite von Mann+Hummel am Montag auf eine neue Beschäftigungssicherung geeinigt.

In Ludwigsburg, dem Hauptsitz des Filtrationsspezialisten, können betriebsbedingte Kündigungen damit frühestens zum 30. Juni 2015 wirksam werden. „Mann+Hummel ist dank der Leistungsbereitschaft und des Engagements seiner Belegschaft wirtschaftlich erfolgreich. Wir können daher trotz wirtschaftlich unsicherer Zeiten den rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Ludwigsburg ab heute weitere rund dreieinhalb Jahre Planungssicherheit bieten“, so Konzernchef Alfred Weber.

Für die künftige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens haben sich die Verhandlungspartner der IG Metall Tarifkommission und Mann+Hummel zu den Themen Leiharbeitnehmer, flexibler Personaleinsatz und Altersteilzeit geeinigt. „Personalflexibilität ist in unserem Geschäft mit stark schwankenden Abrufzahlen unserer Kunden sehr wichtig. Da müssen wir beispielsweise an die Entlastung unserer Schichtarbeiter denken. Das Stammpersonal allein kann die Spitzen nicht stemmen“, erläutert Weber. „Alle Beteiligten haben für die Kollegen einen vernünftigen Kompromiss ausgehandelt, für die Belegschaft ist das Ergebnis ein Erfolg“, fasst der langjährige Betriebsratsvorsitzende Walter Mugler die Ergebnisse zusammen.

Mann+Hummel ist auf Wachstumskurs. Das Unternehmen hat seinen Umsatz 2011 weltweit auf etwa 2,5 Milliarden Euro erhöht (2010: 2,18 Milliarden Euro) und ein zufriedenstellendes Ergebnis erwirtschaftet. Der Konzern hat sein Stammpersonal auf rund 14.400 Mitarbeiter aufgebaut (2010: 13.201). Der Konzern ist in den Jahren 1999 bis 2011 jährlich um durchschnittlich rund neun Prozent gewachsen und will bis zum Jahr 2018 seinen Umsatz auf 3,4 Milliarden Euro steigern.

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