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Fraunhofer IWS Dresden Beschichtung für Motorenanwendungen

| Redakteur: Bernd Otterbach

Das Fraunhoher IWS Dresden hat eine neue Beschichtung für Motorenanwendungen entwickelt. Die Härte der diamantähnlichen amorphen Kohlenstoffschichten sei bis zu drei mal höher als die der bisher verfügbaren Schichten, teilte das Institut am Freitag mit. Auch ohne Schmierung soll die Beschichtung niedrigste Reibwerte erreichen.

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Werden die bereits jetzt mit diamantähnlichen amorphen Kohlenstoffschichten beschichteten Motorkomponenten wie z.B. Kolbenringe, Kolbenbolzen oder Tassenstößel in Zukunft mit den neuen Diamor-Schichten des IWS beschichtet, sollen sich weitere Einsparungen beim Benzin- oder Dieselverbrauch ergeben. Durch die Beschichtung von Komponenten von Kraftstoffinjektionssystemen mit den neuen Diamor-Schichten sind nach Meinung des IWS erstmals sogar Einspritzdrücke über 2.000 bar realisierbar. Damit könne der CO2-Ausstoß noch mal reduziert werden.

Das im Fraunhofer IWS Dresden entwickelte Laser-Arc-Modul (LAM) zur Abscheidung derartiger Schichten kann an Stelle einer klassischen Verdampferquelle an jede kommerzielle Beschichtungsanlage angeflanscht und in deren Steuerung integriert werden. Seinen ersten industriellen Einsatz in der Serienfertigung hat das Modul inzwischen erfolgreich bestanden.

Im Mittelpunkt aktueller Forschungsarbeiten mit OEMs und Zulieferern steht die Beschichtung und technische Erprobung von Motor- und Antriebskomponenten sowie die weitere Optimierung der Beschichtungstechnik.

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