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BGS Beta-Gamma-Service GmbH & Co. KG

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23.03.2021

Geschäftsfeld Strahlensterilisation: Bausektor sorgt für positive Entwicklung bei BGS, Automobil- und Maschinenbauindustrie rückläufig

Wiehl, 23.03.2021 – Die BGS Beta-Gamma-Service GmbH & Co. KG hat das Jahr 2020 im Geschäftsfeld Strahlenvernetzung mit einem leichten Umsatzplus abgeschlossen. Das mittelständische Unternehmen, das sich unter anderem auf die Strahlenvernetzung von Kunststoffen spezialisiert hat, führt das positive Ergebnis vor allem auf eine gestiegene Anzahl von Aufträgen aus dem Bausektor zurück. So verzeichnete BGS gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme bei der Vernetzung von Rohr- und Stangenprodukten. Pandemiebedingt rückläufig zeigten sich die Segmente Kabel, Schlauch und Spritzgussteile, die im Wesentlichen im Automobil- und Maschinenbau zum Einsatz kommen.

Der gestiegene Bedarf an Vernetzungskapazitäten für Rohr- und Stangenprodukte ging einher mit der stabilen Konjunktur der Bauindustrie, die sich trotz Corona-Krise in 2020 auf einem guten Kurs hielt. Vernetzte Rohre werden hier vor allem in Heiz- und Wassersystemen eingesetzt, sowohl in Neubau- als auch in Sanierungsprojekten. Daneben kommen vernetzte Komponenten bei der Installation von Fernwärme- und Fernkältesystemen der städtischen Infrastruktur zum Einsatz. „Die Strahlenvernetzung sichert die Gebrauchseigenschaften der Rohrsysteme über einen langen Zeitraum“, erklärt BGS-Geschäftsführer Dr. Andreas Ostrowicki. „Diese Veredelung sorgt für ein verbessertes Zeitstandverhalten bei hohen Temperaturen und Innendrücken und eine damit verbundene höhere Alterungsbeständigkeit – wir sprechen von einer mehrere jahrzehntelangen Materialstabilität.“ An allen drei Standorten des Unternehmens werden Rohre in Form von Wickelware bestrahlt. Der Standort Bruchsal verfügt darüber hinaus über ein spezielles Kassettensystem, das die Bestrahlung von Rohren und Stangen von bis zu 12 Metern Länge ermöglicht.

 

Nachfrage aus Automobil- und Maschinenbauindustrie mit starken Schwankungen

Konnte BGS 2019 noch eine gesteigerte Nachfrage von Automobilzulieferern verzeichnen und mehr Vernetzungsprojekte im Bereich Spritzguss umsetzen, musste das Unternehmen 2020 einen pandemiebedingten Rückgang in diesem Segment hinnehmen. Ähnlich verhielt es sich mit Aufträgen aus dem Bereich Maschinenbau. „Erhöhte Kurzarbeit bei vielen unserer Kunden haben in der ersten Jahreshälfte 2020 zu spürbaren Rückgängen bei Auftragseingängen, Produktion und Umsatz geführt,“ erläutert Ostrowicki. „Dafür konnten wir ab der Sommerpause einen Aufschwung verzeichnen, der sich auch in 2021 bislang fortsetzt.“ Was Aufträge aus der Automobilbranche im laufenden Geschäftsjahr betrifft, zeigt sich Ostrowicki optimistisch: „Der Marktanteil der deutschen Konzerne an der Elektromobilität steigt stetig an. Nach Angaben des VDA werden deutsche Automobilhersteller ihr E-Angebot bis Ende 2023 auf 150 Modelle ausbauen und damit mehr als verdoppeln. Um das Ziel zu erreichen, ist der Einsatz neuer Technologien wie der Strahlenvernetzung gefragt“, so Geschäftsführer Ostrowicki weiter. Schon heute werden strahlenvernetzte Bauteile im Motorraum und Komponenten im Interieur- und Exterieurbereich von E-Fahrzeugen verbaut, wo sie einen wichtigen Beitrag zur Gewichtsreduzierung leisten. Die vernetzten Bauteile weisen signifikant verbesserte Eigenschaften hinsichtlich Hitzebeständigkeit, mechanischer Festigkeit, Kriechverhalten und Abriebfestigkeit auf. Auch vor dem Hintergrund des gewachsenen Kostendrucks werde die Strahlenvernetzung für die Automobilbranche interessanter, meint Ostrowicki: „Je nach Höhe der Beschaffungskosten für Hochleistungskunststoff kann die Substitution durch ein strahlenvernetztes Material zu erheblichen direkten Einsparungen führen. Hinzu kommen reduzierte Prozesskosten, denn strahlenvernetzbare Compounds zeichnen sich durch eine einfache Verarbeitung aus, beispielsweise geringere Verarbeitungstemperaturen im Vergleich zu Hochleistungskunststoffen.“

 

Investitionen in Modernisierungen

Um sich für die Zukunft zu rüsten, plant BGS im laufenden Geschäftsjahr 2021 an allen drei Standorten Modernisierungen der Anlagen und Handlingtechnik. Insgesamt plant der Mittelständler, der in diesem Jahr sein 40. Firmenjubiläum feiert, Investitionen im mittleren siebenstelligen Bereich.


Bildunterschrift

Unter der Leitung von Dr. Andreas Ostrowicki hat sich die BGS Beta-Gamma-Service GmbH und Co. KG in Deutschland zum führenden Dienstleister für die Strahlensterilisation und Strahlenvernetzung entwickelt. Foto: BGS/Lina Sommer  


Über die BGS Beta-Gamma-Service GmbH & Co. KG

BGS ist führender Dienstleister im Bereich industrieller Anwendungen von Beta- und Gammastrahlen für die Strahlensterilisation und Strahlenvernetzung. Mit Beta- und Gammastrahlen werden pathogene Keime schnell, sicher und umweltfreundlich zerstört. Darüber hinaus können sie Kunststoffe so veredeln, dass sie resistenter gegen Hitze, Verschleiß und chemische Einwirkungen werden. Als Pionier der Branche hat das mittelständische Unternehmen in Familienbesitz seit 1981 heute gängige Verfahren mitentwickelt. BGS betreibt in Deutschland an drei Standorten (Wiehl, Bruchsal und Saal) zwei Gamma-Anlagen sowie acht Elektronenbeschleuniger. Das Unternehmen beschäftigt über 190 Mitarbeiter und ist in Deutschland der größte Dienstleister seiner Art. Weitere Informationen unter www.bgs.eu.