E-Mobilität bei Porsche Bis 2030 alle Modelle elektrifiziert – außer dem 911er

Autor: Thomas Günnel

Die Legende darf weiterleben: Porsche will den 911er als einziges Modell langfristig mit Verbrennungsmotor und E-Fuels anbieten. Alle anderen Modelle sollen bis 2030 elektrifiziert sein.

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Der 911er soll langfristig das einzige Modell aus dem Hause Porsche sein, das ausschließlich von einem Verbrennungsmotor angetrieben wird.
Der 911er soll langfristig das einzige Modell aus dem Hause Porsche sein, das ausschließlich von einem Verbrennungsmotor angetrieben wird.
(Bild: Porsche)

Porsche will bis zum Jahr 2030 rund 80 Prozent seiner Modelle als rein elektrisch betriebene oder hybride Fahrzeuge anbieten. Der 911er werde das einzige Modell sein, das langfristig ausschließlich mit einem Verbrennungsmotor angetrieben werde – in dem E-Fuels verbrannt werden. Das sagte Porsche-Chef Oliver Blume in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ und bekräftigte damit seine Aussage gegenüber dem „Manager Magazin“ aus dem Jahr 2018. Damals peilte das Unternehmen noch das Jahr 2027 an; ab dann sollte nur der 911 verbrennungsmotorisch die Werkshallen verlassen.

Erfolg für den Taycan

In den kommenden fünf Jahren will Porsche 15 Milliarden Euro in elektrische Antriebe investieren, erklärte Blume im Interview. Der rein elektrisch angetriebene Taycan verkaufe sich bereits heute gut, rund 20.000 des neuen Elektroautos lieferte Porsche nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr an seine Kunden aus.

Um ausreichend synthetische Kraftstoffe anbieten zu können, engagiert sich der Sportwagenhersteller unter anderem gemeinsam mit Siemens in Chile. Hier entsteht eine Pilotanlage für synthetische Kraftstoffe. Mittels Windenergie sollen hier bis bis 2024 rund 55 Millionen Liter, bis 2026 jährlich rund 550 Millionen Liter E-Fuels entstehen.

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Redakteur/Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE