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Autosalon Paris 2014 Blasse Franzosen in Paris

| Autor / Redakteur: Wolfgang Gomoll / Marcel Sommer / Stefan Grundhoff / Michael Ziegler

Einmal mehr lassen sich die französischen Hersteller auf ihrer „Hausmesse“ die Butter vom Baguette nehmen. Die Konkurrenz gibt mit Leistung, Plug-In statt Elektro und Enthaltsamkeit die Schlagzahl vor.

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Die PSA-Premiummarke DS will auf dem Pariser Salon 2014 mit dem viertürigen Divine überzeugen.
Die PSA-Premiummarke DS will auf dem Pariser Salon 2014 mit dem viertürigen Divine überzeugen.
(Foto: Newspress)

Es gibt beliebtere Automessen als den Pariser Salon. Der französische Automarkt gilt insbesondere für die Hersteller von Sportwagen und Luxusmodellen als schwierig – und auch SUV tun sich im Heimatland von Renault, Peugeot und Citroen schwerer als anderswo in Europa. Der französische Staat schaut zuerst auf die eigene, weitgehend schwächelnde Autoindustrie mit ihren bevorzugt kleinen Autos und legt dann die Rahmenbedingungen für den nationalen Markt fest. Leistungsstarke und große Fahrzeuge werden strafbesteuert und somit deutlich verteuert.

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Kein Wunder, dass kaum ein Hersteller mit dem Pariser Automobilsalon einen echten Impuls für den nach wie vor dahinvegetierenden europäischen Markt verbindet. Elektroautos spielen in Paris keine Rolle; stattdessen überfluten Plug-In-Hybride die zahllosen Messehallen. Mercedes S 500, Porsche Cayenne, VW Passat, Mitsubishi Outlander oder sogar der 910 PS starke Lamborghini Asterion – wer einen Hybriden unter die Leute bringen will, braucht eine zweite Tankklappe, hinter der sich eine Steckdose befindet. Hybridantriebe ohne Plug-In-Modul stehen auf dem gleichen Abstellgleis wie Elektroautos.

Franzosen haben wenig Lust auf neue Autos

Der Pariser Automobilsalon ist in diesem Jahr anders. Nicht, dass das desaströse Messezentrum an der Porte de Versailles bei der diesjährigen Franko-Leistungsschau auch nur einen Hauch charmanter wäre, seitdem Francoise Hollande als Staatspräsident das Zepter in der französischen Hauptstadt übernommen hat. Die wirtschaftliche Lage in Frankreich ist nach wie vor ungewiss und die Franzosen haben deshalb überschaubare Lust auf neue Autos. Umso überraschender, dass an der Seine neben den üblichen Klein- und Familienautos zahlreiche PS-Protze und Luxusvehikel im Licht der grellen Scheinwerfer glänzen. Nichtsdestotrotz sind die wahren Stars der Show aber Kleinwagen wie Smart Fortwo, Renault Twingo, Skoda Fabia und Opel Corsa. Alles schmucke Vehikel, die mächtig Lust auf kleine Autos machen. Sicherheitssysteme, Fahrerassistenz und eine beeindruckende Vernetzung.

Paris Salon 2014: Skepsis und Zuversicht
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Während die Kleinwagen Applaus ernten und Familienautos wie Ford S-Max, Renault Espace und die aufgefrischten Ford C-Max. Kia Venga oder Mercedes B-Klasse auf ihrer Lieblingsmesse mit bekannten Qualitäten glänzen, überraschen Kraftprotze wie der Mercedes GT AMG oder der ebenfalls 510 PS starke C 63 AMG, der das bayrische Triumvirat aus BMW M3/M4 sowie M4 Cabrio mit 80 PS Mehrleistung aus dem Stand überflügelt. Gerade die deutschen Premiumhersteller schielen auf dem Salon unweit der Seine argwöhnisch zum neuen Mittelklassestar des Jaguar XE herüber, der das Jaguar-Signet nicht nur in Sachen Image in Volumensegmente spült. Wer noch mehr Sportlichkeit will, staunt nicht schlecht, wenn er neben schmuckvoll in Szene gesetzten Messhostessen kaum weniger beeindruckend Sportwagenschönheiten wie den Lamborghini Asterion LPI 910-4, den Aston Martin V12 Vantage S Roadster, Mercedes S 65 AMG Coupé oder den Ferrari 458 Speciale A erblickt.

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