Autosalon Paris 2014

Blasse Franzosen in Paris

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Roadsterspaß ohne Grenzen

Mit deutlich weniger Argwohn hat der Mazda MX-5 zu kämpfen, der in seiner vierten Generation ehrlich, offen und kompromisslos das bietet, was er seit 25 Jahren wie kein anderer kann: Roadsterspaß ohne Grenzen. Das versuchen auch der sehenswerte Alfa Romeo 4C Spider, ein offener BMW 2er und der schicke Audi TT, der nicht nur als offener Zweisitzer lockt, sondern als Sportback Concept eine ganze TT-Familie erahnen lässt.

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Doch selbst offene Zweisitzer, bullige Brüller und coole Cityflitzer haben es schwer, wenn die Armee der Geländewagen und Crossover derart durch die Messehallen trampelt. BMW X6, Kia Sorento, Fiat 500x, Land Rover Discovery Sport, Suzuki Vitara, Volvo XC 90, der überarbeitete Porsche Cayenne und der Messedauerbrenner Ford Edge drücken der französischen Autoshow, die sich zweijährig mit der Frankfurter IAA abwechselt, einen ungewöhnlichen Stempel auf, den man in Frankreichs Metropole kaum kannte. Die Messe selbst bleibt ihrem Standard allerdings treu, dass sie von den drei großen europäischen Messen in Genf, Frankfurt und eben Paris mit Abstand die blasseste und nationalste ihrer Art bleibt.

Mittel- und Oberklasse Limousinen haben es schwer

Da haben es Limousinen aus Mittel- und Oberklasse wie Audi A6/A7, Peugeot 508, VW Passat oder Jaguar XE schon schwer, sich ins rechte Messelicht zu setzen. Das gilt einmal mehr für die heimischen Hersteller Renault und Peugeot/Citroen, die abseits des gemeinsam mit Smart entwickelten Renault Twingo nicht viel mehr zu bieten haben als Studien ohne Realitätsbezug und einen ungewöhnlichen Renault Espace, der irgendwo zwischen Van- und Crossoversegment Kunden locken soll.

Paris Salon 2014: Skepsis und Zuversicht
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Citroen präsentiert seinen Ableger DS zwar erstmals als eigene Submarke, um neue Premiumanteile zu realisieren. Doch was fehlt, sind gerade bei Peugeot und Citroen imageträchtige Oberklasselimousinen oder Crossover – sonst bleibt es im europäischen Umfeld so schwierig wie vor der Messe. Und mit realitätsfernen Studien allein sind keine Kunden zu locken.

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