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Leichtbau BMW baut neues Leichtbauzentrum

Redakteur: Jens Scheiner

Die BMW Group hat am Standort Landshut den Grundstein für das neue Leichtbauzentrum des Unternehmens gelegt. Der Betrieb soll zum 50jährigen Jubiläum des BMW Group des Standorts am 1. Januar 2017 aufgenommen werden.

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Die BMW Group investiert nach eignen Angaben rund 20 Millionen Euro in den Bau des neuen Leichtbauzentrums in Landshut.
Die BMW Group investiert nach eignen Angaben rund 20 Millionen Euro in den Bau des neuen Leichtbauzentrums in Landshut.
(Foto: BMW)

Ab Ende 2016 sollen dort rund 160 Ingenieure technologieübergreifend an innovativen Werkstoffen, Mischbaukonzepten und Fertigungsverfahren für künftige Fahrzeuggenerationen forschen. In unmittelbarer Nähe zur Produktion entsteht dort eine Denkfabrik, die Synergien schaffen und die Technologieführerschaft der BMW Group im Bereich Leichtbau festigen soll. Die Münchner investieren nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Euro in das Leichtbauzentrum.

„Leichtbau ist eine der Schlüsseltechnologien der weltweiten Automobilindustrie und ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb. Neben allen fahrdynamischen Vorteilen sorgt das geringere Gewicht auch für erhebliche CO2-Einsparungen“,betonte Oliver Zipse, Vorstand Produktion der BMW AG. Als Innovationsschmiede und Vorreiter auf diesem Gebiet sei Landshut der ideale Standort für das neue Leichtbauzentrum. „Die Konzentration von Leichtmetall-, Guss-, Kunststoff- und Faserverbundkompetenz an einem einzigen Ort ist weltweit einmalig. Landshut und Leichtbau werden heute schon in einem Atemzug genannt“, so Zipse weiter.

Körperliche Entlastung der Mitarbeiter

Nicht nur in den BMW i Modellen, sondern auch im neuen BMW 7er stecken zahlreiche Leichtbau-Innovationen aus dem Komponentenwerk in Landshut – wie etwa Karosseriebauteile aus Carbon und Aluminium, Stoßfänger aus Kunststoff, Cockpits oder Gelenkwellen. Zu diesem Zweck wurde in den vergangenen Jahren umfassend in den Standort investiert. Ausbildungsberufe wurden an veränderte technologische Anforderungen angepasst, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Umgang mit neuen Werkstoffen und Antriebsformen qualifiziert. Wie der Premiumhersteller mitteilte sollen in der täglichen Forschungsarbeit innovative Systeme und Verfahren zum Einsatz kommen. Körperlich anstrengende und nicht ergonomische Tätigkeiten werden beispielsweise von Leichtbaurobotern ausgeführt, die ohne Schutzzaun Seite an Seite mit den Mitarbeitern kooperieren. Die Programmierung dieser Roboter folgt dabei einem einfachen Prinzip. Der Mitarbeiter greift den Arm des Roboters und leitet ihn an. Der Bewegungsablauf wird abgespeichert und ist fortan beliebig wiederholbar. Die Qualität der Ergebnisse bleibt konstant hoch, die Mitarbeiter werden körperlich entlastet und erhalten zusätzliche Freiräume.

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