Bilanz 2025 BMW mit weniger Gewinn und vorsichtigem Ausblick

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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BMW hat seine Jahresbilanz für das Jahr 2025 vorgestellt. Verglichen mit dem Wettbewerb aus Deutschland behauptet sich der Autohersteller besser.

BMW kommt bislang vergleichsweise gut durch die wirtschaftlichen Krisen.(Bild:  © Stefan G. Koenig 2025)
BMW kommt bislang vergleichsweise gut durch die wirtschaftlichen Krisen.
(Bild: © Stefan G. Koenig 2025)

Der Autohersteller BMW hat im vergangenen Jahr erneut den schwachen Markt in China zu spüren bekommen und setzt sich für 2026 verhaltene Ziele. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel 2025 um 11,5 Prozent auf 10,19 Milliarden Euro. Das teilte der Konzern am Donnerstag, 12. März, in München mit. In der wichtigen Autosparte lag die operative Ergebnismarge bei 5,3 Prozent, ein Rückgang um einen Prozentpunkt. Im vierten Quartal schnitt BMW hier etwas schwächer ab als von Experten erwartet.

Im neuen Jahr soll die viel beachtete operative Auto-Marge in der Spanne von vier bis sechs Prozent landen. Dabei belasten erhöhte Zölle laut dem Unternehmen mit rund 1,25 Prozentpunkten. Experten rechneten bisher mit einem leichten Anstieg der Marge 2026 auf 5,7 Prozent. Unter dem Strich ging der Gewinn 2025 um drei Prozent auf 7,45 Milliarden Euro zurück, der Umsatz sank um 6,3 Prozent auf rund 133,5 Milliarden Euro.

BMW mit stabilerer Bilanz 2025 als die Konkurrenz

BMW kommt bisher vergleichsweise gut durch die allgemeine Krise der deutschen Autoindustrie. Zwar ist es bereits der dritte Gewinnrückgang auf Jahressicht, doch die beiden deutschen Konkurrenten Mercedes und Volkswagen haben ihre Gewinne vergangenes Jahr jeweils fast halbiert. Im Vergleich dazu ist der Rückgang bei BMW geradezu harmlos – allerdings hatten Probleme in China und mit zugelieferten Bremsen bereits im Vorjahr stark zu Buche geschlagen.

Bislang kein Stellenabbau bei BMW

Während die anderen deutschen Autohersteller Jobs abbauen, ist BMW bisher ohne diese Maßnahme durch die Krise gekommen. Ein klarer Pluspunkt dürfte dabei sein, dass das Unternehmen dank eines eigenen großen Werks in den USA von den dortigen Zöllen zumindest teilweise verschont bleibt. Knapp 413.000 Autos wurden dort vergangenes Jahr gebaut, mehr als die Hälfte davon blieb in den USA. Das bedeutet, dass BMW weniger als die Hälfte der in den USA verkauften Autos importieren musste.

Zudem profitiert BMW davon, dass in vielen Werken auf einem Band Elektroautos, Hybride und Verbrenner entstehen können. Das hilft, die Unsicherheiten beim Hochlauf der Elektromobilität abzufedern. BMW-Chef Oliver Zipse betonte: „Wir haben uns in den letzten Jahren strategisch richtig aufgestellt. Davon profitieren wir heute: Wir müssen in einem herausfordernden Umfeld nicht umsteuern, sondern können unseren Kurs halten und unsere Strategie weiter konsequent umsetzen.“

Oliver Zipses letzte Jahreszahlen

Die Jahresbilanz ist die letzte, die BMW-Chef Oliver Zipse verantwortet. Am 14. Mai übernimmt sein designierter Nachfolger Milan Nedeljkovic. Bislang ist er Produktionsvorstand, ein Amt das auch Zipse vor seinem Aufstieg an die Unternehmensspitze bekleidet hatte. Nedeljkovic ist also schon seit Längerem mit Zipses wichtigstem Projekt befasst, das in den kommenden Jahren über Wohl und Wehe von BMW mitbestimmen wird: Die Neue Klasse. Das erste Modell iX3 hat BMW vergangenes Jahr vorgestellt, es steht seit wenigen Tagen bei den Händlern; der Start war stark.

Angesichts zahlreicher Bestellungen hat BMW bereits im Januar eine zusätzliche Schicht in der Produktion eingeführt. In Kürze will der Autohersteller zudem das nächste Auto der Neuen Klasse vorstellen: Mit dem i3 – also dem elektrischen Gegenstück zum 3er – in einem für BMW wichtigen Volumenbereich.

BMW plant vorsichtig für das Jahr 2026

Bei den Aussichten auf das laufende Jahr ist BMW allerdings zurückhaltend und geht davon aus, dass der Vorsteuergewinn trotz stabiler Auslieferungen moderat sinken wird. Dazu tragen unter anderem Belastungen durch Zölle, Währungseffekte und teurere Rohstoffe bei.

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