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Wirtschaft

BMW-Chef Zipse: Über Rivalen und den i3

| Autor/ Redakteur: dpa/sg / Svenja Gelowicz

Vor bereits drei Jahren musste BMW den Konkurrenten Daimler als Verkaufschampion im Premiumsegment vorbeiziehen lassen. Mit der Aufholjagd hat BMW-Chef Oliver Zipse allerdings keine Eile. Im Interview mit der „FAS“ äußerte er sich dazu – und auch zu den Gerüchten, die dem i3 das Aus prophezeien.

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Nach neun Monaten liegt BMW in diesem Jahr mit dem Verkauf von Autos der Kernmarke rund 124.000 Fahrzeuge hinter Mercedes-Benz.
Nach neun Monaten liegt BMW in diesem Jahr mit dem Verkauf von Autos der Kernmarke rund 124.000 Fahrzeuge hinter Mercedes-Benz.
(Bild: BMW)

Der neue BMW-Chef Oliver Zipse will sich mit der Aufholjagd auf den Premiumrivalen Mercedes-Benz aus dem Daimler-Konzern mehr Zeit lassen. „Dafür gibt es keinen festen Termin“, sagte Zipse der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Er verwies auf die „größte Modelloffensive, die es bei BMW je gegeben hat“. Die Modelle von BMW seien in vielen Vergleichstests vorne, die Premiummarke habe folglich gute Aussichten, Marktanteile zu gewinnen.

Zipse führt den Dax-Konzern seit Mitte August, nachdem Vorgänger Harald Krüger seinen Vertrag nicht mehr verlängern wollte. Dieser hatte das Ziel ausgegeben, beim weltweiten Verkauf von Premiumautos 2020 wieder vor Mercedes zu liegen. Die Stuttgarter hatten BMW 2016 nach vielen Jahren an der Spitze vom Thron gestoßen. „Natürlich ist es Anspruch einer Marke wie BMW, die Nummer eins zu sein“, sagte Zipse. Die Stückzahl sei allerdings nicht allein ausschlaggebend für das Unternehmenswohl. Die Zeichen stünden dennoch auf Angriff, sagte er und verwies auf die Kennzahlen Kundenzufriedenheit und Rendite, die BMW wieder steigern wolle.

Nach neun Monaten liegt BMW in diesem Jahr mit dem Verkauf von Autos der Kernmarke rund 124.000 Fahrzeuge hinter Mercedes-Benz. Vor einem Jahr hatte der Rückstand zu diesem Zeitpunkt sogar rund 149.000 Autos betragen.

Der amtierende Konzernchef erteilte außerdem den Gerüchten eine Absage, laut denen das E-Auto i3 eingestellt werden soll. Der „Financial Times“ sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota Mitte September: „Es gibt keinen spezifischen Plan für einen i3-Nachfolger.“ Zipse betonte nun im Interview: „Der i3 wird weiter produziert werden, keine Frage.“

Zipse zufrieden mit BMW-Vorstand

Zipse will derzeit im Vorstand des Münchener Autoherstellers keine weiteren Veränderungen vornehmen. „Das ist gegenwärtig kein Thema. Ich bin froh, dass der Aufsichtsrat gleich im Sommer den Vorstand mit zwei herausragenden neuen Köpfen verstärkt hat“, sagte Zipse zur Berufung von Ilka Horstmeier zur Personalchefin und Milan Nedeljkovic zum Produktionsvorstand. „Darüber hinaus sehe ich keinen Handlungsbedarf.“

Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich, der neben Zipse als Kandidat für den Vorstandsvorsitz gegolten hatte, wird kommendes Jahr 60 und erreicht damit die ungeschriebene Altersgrenze für BMW-Vorstände. Ob er weitermacht, ist bislang offen.

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