Rohstoffe BMW hat zweiten Lithium-Lieferanten

Autor / Redakteur: dpa / Lena Straßberger

BMW bezieht ab dem Jahr 2022 Lithium aus Argentinien. Das Abbauverfahren sei schonender als die bislang üblichen.

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Der Salzsee Salar del Hombre im Norden Argentiniens. Künftig bezieht BMW von hier Lithium für Akkus in E-Fahrzeugen.
Der Salzsee Salar del Hombre im Norden Argentiniens. Künftig bezieht BMW von hier Lithium für Akkus in E-Fahrzeugen.
(Bild: BMW)

BMW bezieht das Lithium für seine Batteriezellen ab 2022 auch aus Argentinien. Bisher stammt der Rohstoff nur aus Australien. Mit dem US-Unternehmen Livent habe der Autokonzern einen Mehrjahresvertrag über 285 Millionen Euro geschlossen. Damit „machen wir uns technologisch, geografisch und geopolitisch unabhängiger von einzelnen Lieferanten“, sagte Einkaufsvorstand Andreas Wendt am Dienstag (30. März) in München. Zudem schone Livent mit seinem Abbauverfahren das lokale Ökosystem.

Livent: Salzlaugen nicht vollständig verdunsten

Die Hälfte der weltweiten Lithiumvorkommen liegt unter den Salzseen im Länderdreieck von Argentinien, Bolivien und Chile. Gewöhnlich wird die Salzlauge aus dem Boden gepumpt und in flachen Becken verdunstet. Livent gebe den größten Teil der Salzlauge wieder in den Lebensraum zurück, statt ihn zu verdunsten.

So bleibe das Gleichgewicht zwischen Grundwasser- und Soleschichten weitgehend erhalten, und der Flächenverbrauch sei geringer, teilte der Autokonzern mit. 2030 soll die Hälfte seiner verkauften Autos vollelektrisch fahren. Entsprechend steigt der Lithium-Bedarf für die Batteriezellen.

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